Corona-Pandemie Städte in Sachsen-Anhalt setzen auf 2G-Kontrolle mit Armbändchen

Wegen Corona gilt im Einzelhandel in Sachsen-Anhalt die 2G-Regel – Zutritt zu Geschäften haben nur Geimpfte und Genesene. Damit nicht jedes Geschäft den Nachweis kontrollieren muss, setzen einige Städte nun auf bunte Armbänder.

Ein "2G-Bändchen" am Arm einer Frau im Einkaufszentrum "Allee-Center" in der Innenstadt der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt.
Im Allee-Center in Magdeburg wird bereits seit Dezember mit Armbändchen die 2G-Kontrolle im Einzelhandel erleichtert. Bildrechte: dpa

Immer mehr Städte setzen für die Kontrolle der 2G-Regeln auf Zugangsbändchen. So werden in der Innenstadt von Halle seit Mittwoch nach der 2G-Kontrolle bunte Armbändchen an die Kunden ausgegeben. Nach Angaben der City-Gemeinschaft sollen die 2G-Kontrollen in den Geschäften damit erleichtert werden.

Kundinnen und Kunden könnten dann beim Stadtbummel zunächst in vier Kaufhäusern am Markt und in der Leipziger Straße einchecken und anhand der Bändchen nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind. Anschließend erhielten sie ein Bändchen, das den gesamten Tag lang in anderen Geschäften und Restaurants innerhalb des Altstadtrings als 2G-Nachweis gelte. Um Missbrauch zu verhindern, trügen die Bändchen das aktuelle Datum.

Zugangsbändchen in Magdeburg seit Dezember

Eine ähnliche Zugangskontrolle gilt in Magdeburg schon seit Dezember. Der Vorsitzende der "IG Innenstadt", Rolf Lay, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, Ziel sei gewesen, gerade im wichtigen Weihnachtsgeschäft möglichst viele Kunden unkompliziert in die Läden zu bekommen und das Einkaufen deutlich zu erleichtern.

Die Kunden haben vorwiegend positiv darauf reagiert und sind dankbar, dass sie die Läden so unkompliziert betreten können.

Rolf Lay IG Innenstadt

Auch Wernigerode setzt auf Bändchen

Neben Magdeburg und Halle setzt seit Mittwoch auch Wernigerode auf die Bändchen-Regelung. Oberbürgermeister Peter Gaffert erklärte, die farbigen Bänder seien an verschiedenen Ausgabestellen wie der Teststation am Angerparkplatz und in den Geschäften der Innenstadt kostenfrei erhältlich, wenn ein Nachweis vorgelegt werde.

Die Bändchen seien zwei Wochen in Läden und Restaurants gültig, erklärt Gaffert und betont: "Natürlich ist auch die klassische Kontrolle des Status weiterhin möglich, das Bändchen stellt jedoch eine wesentliche Erleichterung dar."

Peter Gaffert (parteilos), Bürgermeister der Stadt Wernigerode im Harz
Laut Wernigerodes Oberbürgermeister Petter Gaffert können mit den Armbändern Kontrollen schneller durchgeführt werden. Bildrechte: dpa

Die Bändchen-Initiative in der Harzstadt hat die Wernigeröder Kaufmannsgilde mit auf den Weg gebracht. Sprecher Dietmar Hanisch, der in Wernigerode ein Sportgeschäft betreibt, sagte MDR SACHSEN-ANHALT: "Wir haben uns in Nachbarkreisen umgeschaut und gefragt, warum soll das in Wernigerode nicht funktionieren? Die Mehrfach-Kontrollen halten viele Kunden davon ab, auch noch ein zweites oder drittes Geschäft aufzusuchen, weil sie das einfach nervt."

Der Vorteil des Bändchens sei, dass man nur ein Mal kontrolliert werde. Danach könnten die Kunden ohne ständige Nachweiskontrolle durch die Geschäfte bummeln.

MDR (Matthias Lindner, Thomas Tasler)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | Regionalnachrichten Studio Magdeburg | 26. Januar 2022 | 16:30 Uhr

2 Kommentare

ElBuffo vor 16 Wochen

Irgendwie eine staatlich anerkannte Ausweichmöglichkeit. Nun muss nur noch einer die Größe haben und eingestehen, dass eine Vielzahl der Maßnahmen doch sehr unspezifisch und praktisch kaum umsetzbar waren, also ehrlicherweise gleich ganz wegfallen können. Im Gegenschutz sollte dann etwas mehr auf den direkten Schutz der Risikogruppe gesetzt werden. Eigenverantwortung sollte auch unbedingt gestärkt werden, wozu für mich auch das persönliche Tragen der Konsequenzen eigener Entscheidungen gehört. Ich denke da an Raucher, Fettleibige usw. Da dürfen sich die Kassen auch ein bißchen mehr drehen Angebote für Prävention und für einen gesünderen Lebenswandel zu machen.

Haller vor 16 Wochen

Wann kommt der Chip unter der Haut.
Oder zuvor ein Tattoo?

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