Familien Zahl der adoptierten Kinder in Sachsen gestiegen

130 Mädchen und 115 Jungen sind im vergangenen Jahr in Sachsen adoptiert worden - 28 mehr als im Jahr davor. Für jedes zweite Kind bedeutete dies aber keine Veränderung der Lebensumstände.

Kinder spielen im Wald mit einem Anhängerr
Familien, die ein Kind adoptieren wollen, haben einen Rechtsanspruch auf eine Beratung. Im Vorfeld von Stiefkindadoptionen ist sogar eine Pflichtberatung vorgeschrieben. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

In Sachsen ist die Zahl der Adoptionen im vergangenen Jahr gestiegen. Wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte, wurden 2020 insgesamt 245 Kinder und Jugendliche adoptiert. Das seien 28 Adoptionen mehr gewesen als im Jahr davor.

Den Angaben zufolge handelte es sich dabei um 115 Jungen und 130 Mädchen. Zum Zeitpunkt der Adoption seien 177 Kinder (72 Prozent) unter sechs Jahre alt gewesen. 41 Kinder waren weniger als ein Jahr alt, 41 Kinder waren im Alter von sechs bis elf Jahren.

Jedes zweite Kind von Stiefvater oder Stiefmutter adoptiert

Von den adoptierten Kindern seien 54 Prozent von ihrem Stiefvater oder ihrer Stiefmutter angenommen worden, was keine Veränderung der Lebenssituation der Kinder zur Folge hatte. Von Verwandten sei ein Kind adoptiert worden. 45 Prozent waren mit den annehmenden Eltern nicht verwandt.

Am Ende des Jahres 2020 befanden sich laut Statistischem Landesamt 169 Kinder in Adoptionspflege, einer Probezeit für Kinder und potenzielle Eltern. Bei den Adoptionsvermittlungsstellen lagen demnach 199 Bewerbungen für 77 zur Adoption vorgemerkte Kinder vor. Somit kämen auf ein zur Adoption vorgemerktes Kind drei Adoptionsbewerbungen.

Quelle: MDR SACHSEN/mm, epd

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