Neu ab 2021 Führerscheinprüfung: Länger, teurer und digital

Fahrschulauto
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Mit Beginn des neuen Jahres ist die Führerscheinprüfung transparenter und stärker digital ausgerichtet. Das haben die Prüfgesellschaft Dekra und der TÜV-Verband bereits im Dezember mitgeteilt. Bundesweit gilt demnach die sogenannte "Optimierte Praktische Fahrerlaubnisprüfung". Damit werden die Aufgaben der praktischen Prüfung erweitert. In einem Katalog sind alle Fahraufgaben aber auch die Bewertung beschrieben. Beispielweise, wie sich der Prüfling im Kreisverkehr anstellt oder ob er sich beim Spurwechsel auf der Autobahn korrekt verhält. Die Bewertung der einzelnen Aufgaben dokumentiert der Prüfer direkt während der Fahrt in einem Tablet, das mit einer dafür speziell entwickelten Software ausgestattet ist.

Andreas Grünewald vom sächsischen Fahrlehrerverband sieht die Neuerungen positiv: "Wir erhoffen uns mehr Transparenz, eine bessere Möglichkeit, die Fahraufgaben ausbilden und prüfen zu können. Und letztendlich hoffen wir alle auch auf eine Erhöhung der Verkehrssicherheit, die im Zusammenhang damit entsteht".

Auswertung ist Pflicht

Die Prüfung dauert künftig zehn Minuten länger, also knapp eine Stunde. Statt des üblichen handgeschrieben Protokolls erhält der Prüfling am Ende der Fahrt ein elektronisches Protokoll, auch, wenn die Prüfung nicht bestanden wurde. Zudem ist der Prüfer verpflichtet, die Fahrt in einem Auswertungsgespräch mit dem Fahrschüler zu besprechen. Die Prüfung wird künftig rund 120 Euro kosten, etwa 25  Euro mehr als bisher.

Quelle: MDR/nk/bd

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 02.01.2021 | 16:00 Uhr in den Nachrichten

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