Politik AfD-Landesverband: Meuthens Parteiaustritt kein Verlust

Kein Verlust - das ist die Bilanz des AfD-Landesverbands Sachsen nach dem Austritt des langjährigen Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen. Meuthen habe sich in der letzten Zeit mit Alleingängen isoliert.

Aus Sicht des AfD-Landesverbands Sachsen ist der Austritt des langjährigen Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen kein Verlust für die Partei. Meuthen habe sich in der letzten Zeit mit Alleingängen isoliert, teilte der Landesverband am Freitag mit. Dass Meuthen der Partei einen zunehmenden Rechtskurs unterstelle, sei erwartbar, aber lediglich politisches Kalkül, um von der eigenen politischen Schwäche abzulenken.

Der langjährige AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen hatte seinen Austritt am Freitag verkündet. Er habe der Bundesgeschäftsstelle mitgeteilt, dass er sein Amt als Parteivorsitzender mit sofortiger Wirkung niederlegen und aus der AfD austreten werde, sagte Meuthen. Sein Mandat im Europäischen Parlament will der 60-Jährige behalten.

Seine Austrittserklärung verband Meuthen am Freitag mit scharfer Kritik an der AfD: Teile der Partei stünden seiner Meinung nach "nicht auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung", sagte er dem ARD-Hauptstadtstudio. "Ich sehe da ganz klar totalitäre Anklänge." Seinen Schritt wertete Meuthen selbst als Eingeständnis der Niederlage im Machtkampf mit den Rechtsaußen-Kräften um die Ausrichtung der AfD.

MDR (kt/dpa)

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