15. Mai | Internationaler Tag der Familie Mehr Alleinerziehende in Sachsen

Erwachsenenhand hält Kinderhand
Nach Angaben des Statistischen Landesamtes hat sich die Zahl der Alleinerziehenden im Freistaat deutlich erhöht. (Symbolbild) Bildrechte: Colourbox.de

Fast ein Viertel der sächsischen Familien mit minderjährigen Kindern werden von Alleinerziehenden geführt. Wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Kamenz mitteilte, gab es demnach 2019 im Freistaat etwa 301.000 Elternpaare und 95.000 Alleinerziehende. Der Anteil der Alleinerziehenden lag laut Landesamt bei 24 Prozent und habe sich seit 1996 deutlich erhöht. Damals lag der Wert bei 15 Prozent.

Alleinerziehende sind überwiegend Frauen

Die überwiegende Mehrheit der Alleinerziehenden mit minderjährigen Kindern sind laut Landesamt mit 85 Prozent Frauen. Fast zwei Drittel der Elternteile lebten mit einem Kind zusammen, knapp ein weiteres Drittel hat zwei Kinder. Bei etwa sechs von einhundert Alleinerziehenden gab es drei oder mehr Kinder in der Familie. 81 Prozent der Alleinerziehenden mit minderjährigen Kindern waren erwerbstätig. Ihren überwiegenden Lebensunterhalt konnten sie aus der eigenen beruflichen Tätigkeit bestreiten. 17 Prozent der Betroffenen waren auf Arbeitslosengeld angewiesen.

Die Vereinten Nationen hatten 1993 den 15. Mai zum Internationalen Tag der Familie erhoben. Er soll an die Bedeutung der Familie für die Gesellschaft erinnern und diese in den Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit rücken.

Quelle: MDR SACHSEN/ls, epd

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