Immobilienmarkt Bauen in Sachsen immer teurer

Der Traum von den eigenen vier Wänden wird in Sachsen immer teurer. Verantwortlich dafür sind neben der hohen Nachfrage nach Wohnungen und Häusern vor allem die Lieferengpässe bei Baumaterialien und die höheren Energiepreise.

Arbeiter auf einer Eigenheim-Baustelle.
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Wer in Sachsen neue Häuser oder Wohnungen bauen möchte, muss immer tiefer in die Tasche greifen. Wie das Statistische Landesamt in Kamenz mitteilte, erhöhte sich der Preis für den Bau eines Wohnhauses 2021 im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um 11,7 Prozent. Ein großer Kostentreiber waren dabei die Zimmer- und Holzbauarbeiten, die sich um rund 36 Prozent verteuerten. Spürbar zu Buche schlug auch der Bau der Hausentwässerung mit einem Kostenanstieg von 17,4 Prozent.

Preisdynamik deutlich sichtbar

Dass diese Preise weiter steigen könnten, zeigt die Preisdynamik innerhalb des aktuellen Jahres. Lag der Preisanstieg für den Neubau von Wohngebäuden laut Statistischem Landesamt noch im August 15,7 Prozent über dem Vorjahr, waren es im November schon 18,7 Prozent.

Quadratmeterpreise für neue Wohnungen in Sachsen - Der Preisspiegel der LBS zeigt, welche Quadratmeterpreise wo in Sachsen für neue Wohnungen bezahlt werden müssen (Durchschnittswerte):
- Görlitz: rund 1.000 Euro/qm
- Chemnitz: 2.800 Euro/qm
- Leipzig: 3.700 Euro/qm
- Dresden: 4.500 Euro/qm.

Mehrere Faktoren für höhere Kosten verantwortlich

Ähnlich wie bei den Privathäusern erhöhten sich auch die Kosten für gewerbliche Bauten. Sie legten bei Bürogebäuden um 11,7 Prozent und bei sogenannten gewerblichen Betriebsgebäuden um 11,9 Prozent zu. Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass neben gestiegenen Lohn- und Materialkosten auch die Kraftstoffpreise sowie Lieferengpässe zu der Preisentwicklung beigetragen haben.

Quelle: MDR(sth)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 22. Dezember 2021 | 12:00 Uhr

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