Tierseuche Landkreis Bautzen plant Stützpunkt zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest

Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinpest setzt der Landkreis Bautzen auf einen Koordinierungsstützpunkt. Der soll vermutlich in Kamenz entstehen und drei Mitarbeiter beschäftigen. Das Geld kommt vom Freistaat.

Der Landkreis Bautzen will noch in diesem Jahr einen Stützpunkt zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest in der Oberlausitz einrichten. Landrat Michael Harig (CDU) sagte MDR SACHSEN, der Freistaat habe dem Landesjagdverband Geld zur Verfügung gestellt. "Da können drei Mitarbeiter beschäftigt werden und entsprechendes Gerät wird angeschafft."

Stützpunkt vermutlich in Kamenz

Harig sagte, man sei nun auf der Suche nach einer geeigneten Unterkunft. "Wir werden das wahrscheinlich in der ehemaligen Straßenmeisterei in Kamenz einrichten." Der Stützpunkt fungiere dann für Görlitz und Bautzen. Die Mitarbeiter des Stützpunktes sollen Jagden organisieren und die Suche nach Fallwild, also verendeten Wildschweinen, in der Oberlausitz koordinieren.

Unlängst war bekannt geworden, dass sich die Afrikanische Schweinepest bis in den Landkreis Meißen ausgebreitet hat. Bei Radeburg war am 8. Oktober ein Wildschwein geschossen worden, bei dem das Virus nachgewiesen wurde. Aus diesem Grund müssen auch die Wildschweine des Wildgeheges Moritzburg getötet werden. Ursprünglich gelangte die Afrikanische Schweinepest aus Polen über die Neiße nach Sachsen. Das Virus ist für Menschen ungefährlich. Bedroht sind aber die Mastbestände von Hausschweinen in Seuchengebieten.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen | 25. Oktober 2021 | 08:30 Uhr

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