Trauer und Abschied In Großröhrsdorf getötetes Mädchen wird in Polen beigesetzt

Der gewaltsame Tod eines 16-Jährigen Mädchen vor zwei Wochen erschüttert immer noch die Menschen in Großröhrsdorf. Die Jugendliche wurde Mitte September niedergestochen und starb im Krankenhaus. Nach gut einer Woche nahm die Polizei einen tatverdächtigen 15-Jährigen fest, der in die Psychatrie eingewiesen wurde. Am Sonnabend nimmt die Familie, die aus Polen stammt, nun Abschied von Wiktoria.

Brennendes Grablicht auf einem Friedhof
(Archivfoto) Trauer in Großröhrsdorf - Wiktorias gewaltsamer Tod erschütterte Mitte September die sächsische Kleinstadt in der Nähe von Dresden. Bildrechte: imago/photothek

Gut zwei Wochen nach ihrem gewaltsamen Tod in Großröhrsdorf wird Wiktoria am Sonnabend in Polen beerdigt. Die Trauermesse für die 16-Jährige findet mit anschließender Urnenbeisetzung auf dem Friedhof in Gorzow Wielkopolski (Landsberg an der Warthe) statt, teilte der Anwalt der Familie mit. Im Namen der Eltern, die aus Polen stammen, bedankte er sich für die Anteilnahme sowie die Unterstützung bei der Bewältigung notwendiger Formalitäten.

In Großröhrsdorf hatten am Mittwochabend rund 100 Menschen bei einer Andacht in der Stadtkirche ihre Anteilnahme am Tod Wiktorias zum Ausdruck gebracht. Unter ihnen waren auch viele Jugendliche.

Tatverdächtiger schweigt noch immer

Das Mädchen war am 15. September schwer verletzt in einem Großröhrsdorfer Garagenkomplex gefunden worden. Sanitäter und Notärzte hatten sie reanimiert, sie starb jedoch später im Krankenhaus - nach dem Obduktionsergebnis an Stichverletzungen. Gut eine Woche später wurde ein 15-Jähriger festgenommen.

Motiv und Hintergründe des Gewaltverbrechens sind noch nicht aufgeklärt. Der 15 Jahre alte und dringend Tatverdächtige wurde in der Psychiatrie untergebracht, gegen ihn wird weiter wegen des Verdachts des Totschlags ermittelt. Er hat sich bisher nicht dazu geäußert. Er und das Mädchen kannten sich aus der Oberschule. Die genaue Art ihrer Beziehung ist bisher nicht bekannt.

Quelle: MDR/dpa/vis

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen | 01. Oktober 2021 | 15:30 Uhr

3 Kommentare

lk2001 vor 9 Wochen

Wir werden da wohl nichts mehr hören. Entweder er bleibt in der Psychiatrie, dann gilt ärztliche Schweigepflicht , oder es gibt Aufgrund des Alters eine Verhandlung vor dem Jugendgericht. Auch da gibt es keine Berichterstattung. In beiden Fällen könnte der Täter in 5 bis 9 Jahren unbehelligt sein Leben genießen. Sein Opfer bleibt Tod. So ist das Leben.

Maria A. vor 9 Wochen

Bislang wissen wir, dass ein sehr schlimmes Verbrechen an einem jungen Mädchen durch einen jungen Mann begangen wurde. Anhand dieses Beitrages, dass die Bestattung in Polen erfolgt. Zudem kann mit Sicherheit, behauptet werden, dass überall, selbstverständlich auch bei uns Usern, über das Tötungsverbrechen große Betroffenheit herrscht. Ansonsten stochern wir im medialen Nebel und werden wohl erst mal wieder was darüber hören oder lesen, wenn irgendwann der Prozess gegen den Täter stattfinden wird.

Phoenixada vor 9 Wochen

Ihr erster Satz verwirrt mich sowie ist so nicht korrekt.

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