Erbschaftssteuer Sachsen nimmt gut 50 Millionen Euro aus Erbschaften und Schenkungen ein

Wegen hoher Freibeträge müssen viele Erben keine Steuern zahlen. Ab einer fünfstellingen Summe kann dann aber doch schon - je nach Verwandschaftsgrad - die Erbschaftssteuer fällig werden. Das Geld landet in der Kasse des jeweiligen Bundeslandes.

Gestapelte Geldmünzen liegen auf Geldscheinen
Sachsen nimmt jedes Jahr mehrere Millionen Euro an Erbschaftssteuer ein. Bildrechte: dpa

Aus Erbschaften und Schenkungen hat Sachsen im vergangenen Jahr rund 53 Millionen Euro eingenommen. Insgesamt wurden in rund 2.000 Nachlassfällen 426 Millionen Euro hinterlassen, wie das Statistische Landesamt in Kamenz am Dienstag mitteilte. Knapp die Hälfte (42 Prozent) entfielen auf Bankguthaben, 23 Prozent auf Grundstücke oder Wohneigentum.

500 besteuerte Schenkungen

Mehr als 3.000 Erben versteuerten insgesamt rund 207 Millionen Euro - unter Berücksichtigung der gesetzlichen Freibeträge. Rund 46,2 Millionen Euro Erbschaftssteuer fielen dabei an. In den meisten Fällen (69 Prozent) lag der steuerliche Erwerb unter 50.000 Euro, nur knapp ein Drittel der Erbschaften lagen darüber. Aus gut 500 besteuerten Schenkungen wurden sieben Millionen Euro Steuern festgesetzt.

Steuern aus Erbschaften und Schenkungen kommen nach Angaben der Behörde ausschließlich dem Landeshaushalt zu Gute. Die meisten sind aber aufgrund hoher Freibeträge steuerfrei und tauchen daher nicht in der Statistik auf.

Quelle: MDR/ma/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 28. September 2021 | 13:00 Uhr

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