Gewalt Polizei ermittelt gegen eigene Beamte nach Corona-Protest in Bautzen
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Nach einem eskalierten Corona-Protest am Montag in Bautzen ermittelt die Polizei wegen des Verdachts auf Körperverletzung im Amt in den eigenen Reihen.
Nachdem am Montag ein Coronaprotest in Bautzen eskalierte, tauchte im Internet ein Video auf, das zwei Polizisten zeige, die Teilnehmern eines Protests in den Rücken treten würden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Es sei umgehend ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Jetzt müssten Aufnahmezeit und –ort des Videos geprüft werden, um herauszufinden, welche Einheit zu diesem Zeitpunkt im Einsatz gewesen sei. Beamte anderer Bundesländer seien am Montag nicht in Bautzen gewesen.
Unabhängig von den Umständen ist so ein Verhalten natürlich inakzeptabel. Dafür stehen wir nicht, und das entspricht auch nicht den Leitlinien, mit denen wir im Einsatz arbeiten.
Eskalation bei Coronaprotest
Am Montagabend formierte sich in Bautzen aus mehreren angemeldeten Versammlungen heraus ein verbotener Aufzug, dem sich nach Polizeiangaben 500 Teilnehmer anschlossen. Diese seien der Aufforderung, den Aufzug aufzulösen, nicht nachgekommen, sondern sollen teilweise Pyrotechnik und Flaschen auf die Beamten geworfen haben. Es habe daraufhin "unmittelbarer Zwang" angewendet werden müssen. Die Polizei sprach in der Nacht zum Dienstag von "einfacher körperlicher Gewalt", die angewandt worden sei. Insgesamt seien zwölf Polizisten verletzt und zwölf Einsatzfahrzeuge beschädigt worden.
Quelle: MDR/dpa
Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 29. Dezember 2021 | 16:00 Uhr