Tag der offenen Gartenpforte Bienen, Saft und Apfelkuchen: Grüne Oasen öffnen rund um Kamenz

Rund um Kamenz öffnen am Sonntag mehr als 20 private Hobbygärtner ihre Pforten. Besucher bekommen die seltene Gelegenheit, die grünen Oasen hinterm Zaun zu bestaunen. Dazu werden reichlich Kultur und Genuss geboten. In den vergangenen Tagen haben sich die Gärtner deshalb auf den zu erwartenden Ansturm eingestellt. Letzte Vorbereitungen zum Empfang der Gäste wurden getroffen. Jens Czerwinka hat eine Hobbygärtnerin in Wiesa besucht und ihre grüne Oase schon mal angeschaut.

Tag der offenen Gartenpforte
Am Tag der offenen Gartenpforte haben 22 Gärten rund um Kamenz geöffnet. Bildrechte: Jens Czerwinka/MDR

Am kleinen eisernen Eingangstor ist auf einem grünen Hinweis-Schild deutlich zu lesen - hier sind Besucher am Sonntag herzlich willkommen. Nur ein kleiner Anstieg und dann öffnet sich eine andere Welt. So weit das Auge schauen kann überall unzählige Blumen, Sträucher, Bäume und Pflanzen. Dazu gehören unter anderem Pfingstrosen, Lichtnelken, Fingerhut, Orangenbäumchen oder Ringelblumen.

Ein Hauch von Provence

Auch das alte Bauernhaus und die Scheune passen perfekt in das Ensemble. Mitten drin ein in die Jahre gekommener Holunderbaum. Sofort wird dem Betrachter klar, hier steckt viel Liebe und Kreativität drin. Besitzerin des kleinen Paradieses ist Mareen Hoch. Sie hatte das Grundstück vor mehr als fünf Jahren gekauft. Seitdem hat sie es grundlegend verändert und eine grüne Oase geschaffen.

Tag der offenen Gartenpforte
Wie viele unterschiedliche Pflanzen und Blumen hier gedeihen, weiß selbst Mareen Hoch nicht. Bildrechte: Jens Czerwinka/MDR

Auf dem gesamten Gelände stehen Holzbänke, Stühle oder kleine Tischen und laden zum verweilen ein. Obwohl die Bischofswerdaer Straße nur einen Steinwurf entfernt liegt, ist vom Verkehrslärm im Gartenparadies nichts zu hören. Wer lauscht, hört sogar das Summen der Bienen. Eine Freundin habe die drei bunten Bienenkästen hier aufgestellt, sagt Mareen Hoch. Der Honig sei wirklich lecker.

Tag der offenen Gartenpforte
Rasenmäher und Heckenschere kommen im Garten von Mareen Hoch nur selten zum Einsatz. Bildrechte: Jens Czerwinka/MDR

Doch nicht nur die Bienen, sondern auch die drei Ziegen im oberen Teil des Gartens scheinen sich hier wohl zu fühlen. Auf dem großen Areal ist genügend Platz und Futter für die Tiere. Von dort aus bietet sich dem Betrachter auch ein herrlicher Blick in die Natur. Zu sehen sind unter anderem der Heidelberg und der Kamenzer Kirchturm.

Musik und Kuchen

Schüler der Kamenzer Musikschule werden am Sonntag im Garten musizieren. Die Gäste dürfen sich auf Gitarrenklänge freuen. Mareen Hoch serviert an diesem Tag selbst gemachten Blechkuchen und Kaffee. Besucher sollten sich in jedem Fall etwas Kleingeld einstecken. Denn neben dem leckeren Honig werden Pflanzen, Pflanzensamen oder Handwerkskunst angeboten. Der Eintritt in die mehr als 20 Gärten ist am Sonntag aber frei. Geöffnet haben sie zwischen 10 und 18 Uhr. Mehr Informationen gibt es auf der Seite der Stadt Kamenz.

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten Studio Bautzen | 18. Juni 2021 | 13:30 Uhr

1 Kommentar

Maria A. vor 6 Wochen

Es ist lobenswert, wenn mehr Menschen solche "normalen" Gärten durch eigenes Erleben vertraut gemacht werden können. Interessierten sind sie längst durch Gartensendungen und -zeitschriften nahe gebracht worden, oder durch prächtige Bildbände. Wenn man auf dem Land aufwuchs, sind sie irgendwie selbstverständlich, denn da machte Großflächigkeit ein anderes Gestalten möglich, manchmal wegen ständiger Feldarbeit sogar erforderlich, als es die städtischen Gartenbesitzer aus ihren Parzellengärten kannten. Ich selbst erlebte leider das Naserümpfen von Schrebergärtnern, die exakte Beete gewohnt waren und immer noch nur das Anlegen nach Schema F richtig finden. Die mit meinem nicht umzäunten Gartenbereich vor der Streuobstwiese mit insektenfreundlicher Blühbepflanzung, unterbrochen von Rosenstöcken, durchmischt von wiederkehrenden Stauden, eingerahmt von im Frühjahr bunt leuchtenden Primelstöcken, nichts anfangen konnten.

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