Einweihung In der Krabatmühle Schwarzkollm wird jetzt Brot gebacken

Die Sagenfigur Krabat ist aus Büchern und nicht zuletzt aus den zahlreichen Verfilmungen weit über Deutschland hinaus bekannt. Besucher aus aller Welt strömen seit Jahren nach Schwarzkollm, um auf Krabats Spuren die sagenumwobene "Schwarze Mühle" zu entdecken. Am Mittwoch wurde auf dem Gelände das Backhaus eingeweiht. Es soll künftig mit zur Versorgung der Besucher des Erlebnishofes Krabatmühle dienen und zur pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Backhaus in der Krabatmühle in Schwarzkollm.
Bäckermeister Rico Ziegenbalg hat in dem neuen Backhaus bereits die ersten Brote gebacken. Bildrechte: Jens Kaczmarek/Lausitznews

Vor 15 Jahren begann die einzigartige Baugeschichte der Schwarzen Mühle, die sich am historischen Schauplatz der Lausitzer Sage "Krabat" orientiert. Schrittweise ist das Areal am Koselbruch bebaut und immer mehr belebt worden. Es entstanden ein Gesindehaus, der Turm des Schwarzen Müllers, die Mühlenscheune und das Jurij Brezan-Haus. Seit Mittwoch ist nun ein Brotbackhaus hinzugekommen.

Mit Geschmack Wissen vermitteln

Zwei Ziele würden damit verfolgt, sagt Tobias Zschieschick, Geschäftsführer der Krabat-Mühle gGmbH. Das Backhaus soll künftig die Besucher des Erlebnishofes Krabatmühle versorgen. Regelmäßig wird dort "Krabatmühlenbrot" gebacken. Rund 30 Brote können in einem Schwung entstehen. Und zwar in einem Lehmofen, gefertigt von einer Firma aus Mecklenburg-Vorpommern. Von innen wird der auf 250 Grad Celsius vorgeheizte Backofen mit Backwerk befeuert, von außen mit Holz.

Von der Idee für das Backhaus bis zum ersten Spatenstich ist gerade mal ein Jahr vergangen.

Tobias Zschieschick Geschäftsführer der Krabatmühle gGmbH

Das Backhaus dient auch zur pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Sie sollen unter Anleitung das traditionelle Backen kennenlernen. So könnten sie Wertschätzung, Respekt und Anerkennung für das Bäckerhandwerk bekommen, meinte Zschieschick. Kinder und Jugendliche bekommen gezeigt, wie Getreide zu Mehl und dann zu Brot und anderen Lebensmitteln verarbeitet wird. Auch soll der jungen Generation vermittelt werden, dass das Brot nicht in den Supermärkten wächst.

Bildergalerie Die Krabatmühle in Schwarzkollm hat jetzt auch ein Backhaus

Backhaus in der Krabatmühle in Schwarzkollm.
Vor 15 Jahren ging es mit dem Areal der Schwarzen Mühle los. Stück für Stück ist es seitdem gewachsen. Mittlerweile sind es 13 Gebäude. Bildrechte: Jens Kaczmarek/Lausitznews
Backhaus in der Krabatmühle in Schwarzkollm.
Vor 15 Jahren ging es mit dem Areal der Schwarzen Mühle los. Stück für Stück ist es seitdem gewachsen. Mittlerweile sind es 13 Gebäude. Bildrechte: Jens Kaczmarek/Lausitznews
Backhaus in der Krabatmühle in Schwarzkollm.
Die neueste Errungenschaft ist ein Backhaus. 190.000 Euro hat das Bauprojekt gekostet. Bildrechte: Jens Kaczmarek/Lausitznews
Backhaus in der Krabatmühle in Schwarzkollm.
Zahlreiche Besucher wollten sich die Eröffnung des neuen Gebäudes nicht entgehen lassen. Bildrechte: Jens Kaczmarek/Lausitznews
Backhaus in der Krabatmühle in Schwarzkollm.
Tobias Zschieschick, Geschäftsführer der Krabat-Mühle gGmbH und Magdalena Schaffer, Verantwortliche für Kinder- und Jugendbildung, gestalteten die Eröffnungszeremonie. Bildrechte: Jens Kaczmarek/Lausitznews
Backhaus in der Krabatmühle in Schwarzkollm.
Blick ins Allerheiligste: die Backstube. Bildrechte: Jens Kaczmarek/Lausitznews
Backhaus in der Krabatmühle in Schwarzkollm.
Ordentlich nebeneinander stehen die verschiedenen Zutaten, aus denen später die Brote entstehen. Bildrechte: Jens Kaczmarek/Lausitznews
Backhaus in der Krabatmühle in Schwarzkollm.
Nachdem der Brotteig gebacken ist, holt Bäckermeister Rico Ziegenbalg die Brote aus dem Ofen. Bildrechte: Jens Kaczmarek/Lausitznews
Backhaus in der Krabatmühle in Schwarzkollm.
Stolz präsentiert er das Ergebnis seiner Schaffenskraft. Bildrechte: Jens Kaczmarek/Lausitznews
Backhaus in der Krabatmühle in Schwarzkollm.
Die Besucherinnen und Besucher lauschen interessiert seinen Worten. Bildrechte: Jens Kaczmarek/Lausitznews
Backhaus in der Krabatmühle in Schwarzkollm.
Das tägliche Brot - so alt wie die Menschheitsgeschichte. Bildrechte: Jens Kaczmarek/Lausitznews
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Investition in die Zukunft

Um das Projekt realisieren zu können, ist der Verein auch auf Spenden angewiesen. Die Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft-Stiftung überwies an den Verein Krabat-Mühle Schwarzkollm 5.000 Euro. Sie fließen den Angaben zufolge in die Ausstattung des Backhauses mit Teig-Kneter und Getreidemühle. Die Kosten für das Gebäude und die Ausstattung belaufen sich auf etwa 190.000 Euro, sagte Tobias Zschieschick. Ein Großteil des Geldes sei aus Fördermitteln aufgebracht worden. Der andere Teil wurde mithilfe von Sponsoren, Spendengeldern und Eigenmitteln eingebracht.

Quelle: MDR/jc

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen | 22. September 2021 | 16:30 Uhr

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