Naturschutz Gewässerpflege für die Kleine Spree zwischen Spreewiese und Litschen

Gewässer, die durch Naturschutzgebiete fließen, werden nicht einfach dem Lauf der Dinge überlassen. Auch hier gibt es Pflegearbeiten, allerdings mit gebotener Rücksicht auf Tier- und Pflanzenwelt.

Die Spree bei Haldendorf wurde in ihre Altarme zurückgeleitet.
Die Hauptspree ist bereits aufwendig renaturiert worden und hat ihre alten Arme zurückerhalten. Jetzt folgen Pflegearbeiten an der Kleinen Spree. Bildrechte: MDR/Madeleine Arndt

An der Kleinen Spree zwischen Spreewiese und Litschen im Landkreis Bautzen haben Pflegemaßnahmen begonnen. Wie die Landestalsperrenverwaltung informierte, werden in den kommenden drei Jahren nun regelmäßig die Ufer gemäht, das Flussbett entkrautet und Abflusshindernisse beseitigt. Außerdem sollen Schäden an Böschungen und am Ufer beseitigt werden.

Lage im Biosphärenreservat

Bei den Maßnahmen müssen in diesem Abschnitt Arten- und Biotopschutz, Gehölzschutz sowie der Boden- und Gewässerschutz berücksichtigt werden. Denn die Kleine Spree fließt mitten durch das Biosphärenreservat "Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft", bei dem es sich gleichzeitig auch um ein Flora-Fauna-Habitat-Gebiet handelt.

Handarbeit erforderlich

Mit besonderer Sorgfalt werde beispielsweise auch bei der Gewässerberäumung vorgegangen. Werden beim Aushub Muscheln vorgefunden, müssten diese händisch geborgen und später auf die gleiche Art und Weise auch wieder ins Gewässer zurückgesetzt werden, teilte Patricia Zedel von der Landestalsperrenverwaltung mit.

Die Arbeiten kosten rund 520.000 Euro und werden aus Mitteln des Freistaates finanziert.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen | 03. August 2021 | 05:30 Uhr

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