Dürrefolgen Angler retten Tausende Fische aus Schwarzer Elster

Ausgetrocknet ist das Flussbett der Schwarzen Elster, ein Nebenfluss der Elbe.
Bereits im vergangenen Jahr war die Schwarze Elster zeitweise ausgetrocknet. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Bei Hoyerswerda haben Angler des Anglerverbandes Elbflorenz in den vergangenen Tagen eine Tonne Fische aus der fast ausgetrockneten Schwarzen Elster gerettet. Die Fische seien im Bereich ab dem Ortsausgang Hoyerswerda in Richtung Geierswalde geborgen worden, sagte Peter Kluß vom Anglerverband. Darunter waren vor allem Rotfedern, Rotaugen und Döbel. Aber auch Barsche und bis zu 70 Zentimeter lange Hechte seien umgesetzt worden.

Fische in Teiche umgesetzt

Die Fische wurden in Wehrteiche ein Stück flussaufwärts sowie in den Ziegeleiteich in Bröthen eingesetzt. Trotz des ehrenamtlichen Einsatzes der Angler sind in der Schwarzen Elster in den vergangenen Tagen wegen Sauerstoff- oder Wassermangels unzählige Fische verendet. Auch Muscheln und Krebs blieben im Schlamm zurück. Teilweise ist der Flusslauf trockengefallen.

Die Schwarze Elster entspringt bei Elstra im Landkreis Bautzen und mündet bei Elster in Sachsen-Anhalt in die Elbe. Im 19. Jahrhundert wurde der einst mäandernde Fluss stark reguliert und begradigt. Im Oberlauf der Schwarzen Elster gibt es keine Gewässer, aus denen der Fluss bei Dürre gespeist werden könnte.

Die anhaltende Trockenheit in Lausitz hat auch am Schwarzen Schöps zu einer angespannten Lage geführt, erklärte Angler Kluß. Denn aus der Talsperre Quitzdorf wird kein Wasser mehr in diesen Fluss abgegeben.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 04.08.2020 | 12:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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