Hilfe für Gerettete Ein Dutzend Afghanen in der Oberlausitz aufgenommen

Drei aus Afghanistan gerettete Ortskräfte werden in der Oberlausitz untergebracht. Mit ihren Familien beziehen sie Wohnungen in den Landkreisen Bautzen und Görlitz. Insgesamt wird hier einem Dutzend Afghanen Zuflucht geboten.

Schutzbedürftige Menschen gehen kurz nach dem Flug aus Kabul zu einem Bus
Nach ihrer Flucht aus Kabul sind mehrere Ortskräfte aus Afghanistan in den Landkreisen Bautzen und Görlitz untergekommen Bildrechte: dpa

In der Oberlausitz sollen drei afghanische Ortskräfte und ihre Familienangehörigen untergebracht werden. Insgesamt sind das zwölf Menschen. Der Landkreis Görlitz hat bisher eine vierköpfige Familie aufgenommen. Weitere Unterbringungen sind für Görlitz momentan nicht vorgesehen, teilte die Landesdirektion Sachsen mit. Für den Landkreis Bautzen sind zwei Familien mit insgesamt acht Personen angekündigt, die, Stand Freitagnachmittag, aber noch nicht eingetroffen waren. Die Ortskräfte und ihre Familienangehörigen werden in eigenen Wohnungen untergebracht. Außerdem haben sie bereits ein Visum und eine Arbeitserlaubnis, informierte das sächsische Innenministerium auf Nachfrage.

Knapp 120 Ortskräfte mit ihren Familien sollen in Sachsen unterkommen

Sachsen hat bislang 91 afghanische Ortskräfte samt ihren Angehörigen aufgenommen. Weitere 28 Menschen sollen noch in Sachsen ankommen, sind jedoch noch nicht da, so das Innenministerium. Die Menschen werden den Bundesländern gemäß des Königsteiner Schlüssels zugewiesen. Sachsen soll demnach fünf Prozent aller in Deutschland aufgenommenen Ortskräfte eine Zuflucht bieten.

Die Verteilung in Sachsen organisiere die Landesdirektion mit den Ausländerbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte.

Quelle: MDR/mk

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen | 30. August 2021 | 07:30 Uhr

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