Totschlagprozess Niedergestochenes Mädchen in Großröhrsdorf: Verteidigung geht in Revision

Die Große Jugendstrafkammer des Landgerichts Görlitz hat Mitte Juni einen 16-Jährigen wegen Totschlags zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Der Jugendliche hatte die Tat gestanden. Jetzt hat die Verteidigung Revision gegen das Urteil eingelegt.

Der Tatort ist ein Garagenkomplex mitten in der Kleinstadt.
In einem Garagenhof in Großröhrsdorf ist eine Jugendliche niedergestochen worden. Die Verteidigung des Angeklagten geht in Revision. Bildrechte: Tino Plunert

Im Fall um das getötete Mädchen in Großröhrsdorf hat die Verteidigung des 16-jährigen Jugendlichen Revision eingelegt. Das bestätigte Reinhard Schade vom Landgericht Görlitz MDR SACHSEN. Die Große Jugendstrafkammer werde im nächsten Schritt Urteil und Akten an den Bundesgerichtshof übermitteln. Im Rahmen einer Revision prüft dieser die Gerichtsverhandlung auf Rechts- und Verfahrensfehler. Der Jugendliche befindet sich weiterhin in einer geschlossenen Einrichtung.

Das Landgericht Görlitz sah es als erwiesen an, dass der damals 15-Jährige im September 2021 ein 16 Jahre altes Mädchen in einem Garagenhof in Großröhrsdorf niedergestochen hatte. Rettungskräften gelang es zunächst, die Jugendliche zu reanimieren. Sie erlag jedoch im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Der Jugendliche, der die Tat gestand, war im Mitte Juni zu sieben Jahren und sechs Monaten Haft wegen Totschlags verurteilt worden.

MDR (ma)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 28. Juni 2022 | 11:30 Uhr

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