Hygienekonzept für Reiterprozession Zweiter Corona-Test für die Osterreiter

Osterreiter in der Oberlausitz
Bildrechte: MDR / Martin Kliemank

Nach den Osterreiterprozessionen vom Ostersonntag in der Oberlausitz wird den Teilnehmern empfohlen, sich ein zweites Mal einem Corona-Schnelltest zu unterziehen. Das sei notwendig, um einer möglichen Verbreitung des Coronavirus schnellstmöglich zu begegnen, teilte das Gesundheitsamt des Landkreises Bautzen mit. Dieser zweite Test sei Teil des Hygienekonzepts, das die Prozessionsleiter mit dem Gesundheitsamt erarbeitet hatten. Die Behörde erhofft sich davon außerdem aussagekräftige Daten zur Durchführung größerer Veranstaltungen unter Pandemiebedingungen. An den neun Osterreiterprozessionen im Landkreis Bautzen hatten sich mehr als 970 Reiter beteiligt.

Für die Nachtestung der Osterreiter öffnen die Testzentren an den Veranstaltungsorten der Prozessionen teils auch an diesem Sonnabend. In Ralbitz kommt ein mobiles Testteam vor Ort. Dort seien Tests unter fachkundiger Aufsicht geplant, so das Gesundheitsamt. Die Osterreiter könnten für die Nachtests aber auch alternative Testkapazitäten nutzen, so eine Landkreissprecherin.

Osterreiter in Wittichenau

Osterreiter in der Oberlausitz
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Osterreiter in der Oberlausitz
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Osterreiter in Wittichenau
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Osterreiter in der Oberlausitz
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Osterreiter in Wittichenau
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Osterreiter in Wittichenau
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Osterreiter in Wittichenau
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Osterreiter in Wittichenau
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Osterreiter in der Oberlausitz
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Osterreiter in Wittichenau
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Osterreiter in Wittichenau
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Osterreiter in Wittichenau
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Osterreiter in der Oberlausitz
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Osterreiter in der Oberlausitz
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Osterreiter in der Oberlausitz
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Osterreiter in der Oberlausitz
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Hygienekonzept als Vorbild: Interesse von bayerischen Reiterprozessionen

Für das Hygienekonzept der Osterreiter interessieren sich nun auch die Organisatoren einer Reiterprozession in Bayern. Sepp Barth, Organisator des Pfingstritts aus Bad Kötzting, hat sich in der sorbischen Kulturinformation nach den Vorkehrungen erkundigt, unter denen hier Prozessionen mit hunderten Teilnehmern möglich waren. "Die Osterritte bei den Sorben sind uns schon seit vielen vielen Jahren bekannt", sagt Barth. In der Tagesschau habe er am Ostersonntag gesehen, dass die Prozessionen hier durchgeführt werden konnten. "Das hat uns sehr gefreut, dass das in der Pandemie so stattfinden kann", erinnert sich Barth. "Gratulation und größten Respekt an die Organisatoren und Behörden, die haben das perfekt vorbereitet."

Beim Pfingstreiten in Bad Kötzting sind gut 800 Reiter in einem Zug beteiligt - also fast doppelt so viele wie beim Osterreiten. Trotzdem hofft Barth, dass das sorbische Konzept auch den Reitern dort zu einer Genehmigung verhelfen könnte. Die Landkreisverwaltung schaue sich das Konzept aus der Oberlausitz aufgeschlossen an, berichtet Barth. Dass das aber in Bad Kötzting genauso umgesetzt werden könnte, das lässt sich noch nicht realistisch bewerten, sagt Sepp Barth, der als Kurdirektor in Bad Kötzting arbeitet. Dazu seien dann sicher Anpassungen an die zu Pfingsten geltenden Bestimmungen notwendig.

Janek Schäfer hat am Konzept für die sorbischen Osterreiter-Prozessionen mitgeschrieben. Er sieht darin gute Grundlagen beschrieben, die in Bayern einfach übernommen werden könnten. Die Zeiten ändern, die Route umverlegen, Masken-  und Testpflicht, nennt Schäfer als Beispiele. Er ist jetzt auf das Ergebnis der Vorbereitungen in Bad Kötzting gespannt, darauf, ob die Bayern mit der Hilfe aus der Oberlausitz weiterkommen. "Interessieren würde es mich schon, ob sie es gebacken kriegen und ich werde es auch in den Medien mitverfolgen", sagt Schäfer.

Quelle: MDR/mk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 08.04.2021 | 16:30 Uhr im Regionalreport aus dem Studio Bautzen

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