Wiedereröffnung Große Wiedereröffnung des Deutschen Damastmuseums Großschönau

Großschönau war im 17. und 18. Jahrhundert der Begriff für feinste Damaststoffe und Leinen in Adelshäusern und auf königlichen Festtafeln. Im 19. Jahrhundert kamen Frottier-Waren hinzu, die aus der Lausitz in die ganze Welt gingen. Diese Schätze und Geschichten zur Handwerkstradition bewahrt das Deutsche Damast- und Frottiermuseum auf und webt nun ein neues Kapitel hinzu: Mit einer neuen Dauerausstellung, die sich ganz besonderen Familien widmet.


Das Deutsche Damast- und Frottiermuseum in Großschönau, 2014
In Großschönau wird mit der Eröffnung der neugestalteten Daueraustellung die jahrelange Sanierung des Deutschen Damast- und Frottiermuseums abgeschlossen. (Archivfoto) Bildrechte: dpa

".........geschafft": So kündigt das Deutsche Damast- und Frottiermuseum in Großschönau seine neugestaltete Dauerausstellung an. Die wird am Sonnabend um 15 Uhr offiziell eröffnet. Der vollständige Titel lautet: "Von Mustermalern, Mustermachern & Meisterwebern". Die Organisatoren widmen sich in der neuen Dauerausstellung den Musterentwicklern und ihren Familien.

Jahrelange Sanierung nun beendet

Der Ausstellunsgort, das Erdgeschoss im Kupferhaus, ist in den vergangenen Monaten umfassend modernisiert worden, erklärt die Museumsleiterin Evelyn Schweynoch. Außerdem werde die Steuerungstechnik der Webgeräte anschaulicher dargestellt, sodass Laien und auch Fachpublikum davon etwas mitnehmen könnten, sagte Schweynoch. Für museumspädagogische Angebote wurde ein neuer Raum konzipiert. Die Neugestaltung habe mehr als 320.000 Euro gekostet. Laut Gemeindeverwaltung ist damit die Sanierung des Museums abgeschlossen.

Das Museum im Dreiländereck bewahrt nach eigenen Angaben die einzigartige örtliche Textilgeschichte.
Denn von Großschönau aus verbreiteten sich zwei textile Herstellungsverfahren in ganz Deutschland: die im Ort 1666 eingeführte Damastweberei und ab 1856 die Frottierweberei.

Das Schokoladenmädchen als Damast-Weberei aus dem Jahre 1875 ist 1995 im Damast-Museum in Großschönau zu sehen.
1875 wurde "Das Schokoladenmädchen" als Damast gewebt. Es gilt mit 130 Schuss pro Zentimeter als sehr dichte Webarbeit. Seit 1995 ist die Arbeit in Großschönau zu sehen. Bildrechte: dpa
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Mo 15.04.2019 09:00Uhr 00:27 min

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten aus dem Regionalstudio Bautzen | 09. Dezember 2022 | 12:30 Uhr

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