Illegale Einreisen Bundespolizei Pirna registriert weniger Migranten über Belarus

In der ersten Dezember-Woche hat die Bundespolizeidirektion 21 unerlaubt eingereiste Personen aufgeriffen, die mutmaßlich über Belarus reisten. Das ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum November.

Migrantencamp am Grenzzaun
Polen hat die EU-Außengrenze zu Belarus abgeriegelt. Es kommen weniger illegal eingereiste Menschen in Sachsen an. Bildrechte: dpa

In der ersten Dezember-Woche hat die Bundespolizeidirektion Pirna in ihrem Zuständigkeitsbereich in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt insgesamt 21 unerlaubt eingereiste Personen aufgegriffen, die mutmaßlich über Belarus nach Europa kamen. Die sächsisch-polnische Grenze stelle dabei weiter den Schwerpunkt der illegalen Einreisen dar, teilte die Bundespolizei am Dienstag mit.

Mehr als 1.000 Menschen im November aufgeriffen

Im Vergleich zum Vormonat November mit 1.099 Personen seien die Zahlen derzeit rückläufig, hieß es. Hauptherkunftsland der Migranten bleib weiterhin der Irak, gefolgt von Syrien und dem Iran. Ferner seien einzelne Menschen aus dem Jemen, der Türkei sowie Afghanistan eingereist.

Neue Sanktionen gegen Belarus

Die EU wirft dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, gezielt Menschen aus Krisenregionen nach Minsk einfliegen zu lassen, um sie dann in die EU zu schleusen. Polen, Litauen und Lettland haben die EU-Außengrenze zu Belarus in den vergangenen Wochen verstärkt abgeriegelt, so dass weniger Migranten durchkommen. Voriger Woche wurden weitere Sanktionen gegen Belarus verhängt.

Quelle: MDR (lam)

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