Virus-Mutation Zwei Infektionen mit britischer Corona-Variante im Kreis Görlitz

In Sachsen gibt es weitere Infektionsfälle mit der zuerst in Großbritannien entdeckten Mutation des Coronavirus. Wie das Landratsamt in Görlitz am Sonnabend mitteilte, wurde die Variante bei zwei aus dem Norden des Landkreises stammenden Personen nachgewiesen. Es seien sofort alle notwendigen Maßnahmen wie Quarantäneanordnung und Kontaktnachverfolgung eingeleitet worden, um ein schnelles Ausbreiten der Virus-Mutation zu verhindern.

Bereits Fälle in Leipzig und Dresden

Erst am Vortag hatte die Stadtverwaltung von Leipzig mitgeteilt, dass die britische Coronavirus-Variante bei einer Person nachgewiesen worden sei, die sich am Universitätsklinikum habe testen lassen. Auch hier wurde sofort mit der Nachverfolgung des Infektionsweges begonnen. Dabei wurden den Angaben zufolge zunächst acht Kontakte ermittelt. Den ersten Infektionsfall mit der britischen Variante in Sachsen hatte es Anfang Januar in Dresden gegeben.

Mutationen gelten als ansteckender

Auch die südafrikanische Variante des Coronavirus ist bereits in Sachsen angekommen. Sie wurde bisher bei elf Menschen in Leipzig nachgewiesen. Wissenschaftlern zufolge sind die Mutationen deutlich ansteckender als das ursprüngliche Coronavirus. Sie könnten sich sogar stärker und schneller ausbreiten, weil sie sich besser an die Körperzellen anhaften können. Forschern zufolge besteht dadurch die Gefahr, dass sich genesene Covid-19-Patienten mit der neuen Variante ein zweites Mal anstecken und das die bisherigen Antikörper-Therapien weniger wirksam sind.

Quelle: MDR/stt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 30.01.2021 | 15:00 Uhr in den Nachrichten

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