Abzocke Telefonbetrüger bringen Renterin in der Lausitz um ihr Erspartes

Immer wieder versuchen Betrüger an das Ersparte von älteren Menschen zu gelangen. Dabei nutzen sie unterschiedliche Methoden. Am Telefon geben sich die Täter als Enkel aus, gaukeln Gewinnversprechen vor oder bitten um Geld für einen Verwandten, welcher an Corona erkrankt sei. Eine Rentnerin aus Niesky ist jetzt darauf hereingefallen und hat viel Geld verloren.

Eine Seniorin telefoniert mit ihrem Smartphone
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Eine 76-Jährige aus Niesky ist in der zurückliegenden Woche mehrmals auf Telefonbetrüger reingefallen. Wie die Polizei mitteilte, verlor die Frau über 20.000 Euro. Kriminelle hatten der Dame einen Gewinn von über 140.000 Euro in Aussicht gestellt. Allerdings müsse sie Geschenkkarten im Wert von 200 Euro kaufen und die Codes am Telefon durchgeben. Das tat sie.

Ahnungsloses Opfer zahlte immer wieder

In den darauffolgenden Tagen habe es immer wieder bei der Seniorin geklingelt. Jedes Mal verlangten die Betrüger einen höheren Betrag. Nach Angaben der Polizei, wollten die Täter von der Seniorin Geld für angebliche Steuern und Transfergebühren. Die Dame habe daraufhin 4.000 und noch einmal 16.000 Euro auf ein chinesisches Konto überwiesen. Erst als sich die Betrüger erneut meldeten und von der Dame weitere 11.000 Euro wollten, fiel der Betrug auf, hieß es von der Polizei. Eine Mitarbeiterin der Bank habe den folgenschweren Betrug gewittert und die Frau aufgeklärt.

Ein Mann mit einem Telefonhörer in der Hand
Die Polizei rät: "Gehen Sie niemals auf Geldforderungen am Telefon ein." Bildrechte: dpa

Gescheiterte Geldübergabe rettet Vermögen

In einem weiteren Fall in Löbau mißlang der Betrug. Wie die Polizei mitteilte, kam eine Geldübergabe am Donnerstagnachmittag nicht zustande. Betrüger hatten die 81-Jährige zur Mittagszeit auf ihrem Handy angerufen und sich als Mitarbeiter des Bundeskriminalamts ausgegeben. Sie schilderten einen Unfall ihrer vermeintlichen Tochter, die einen polnischen Radfahrer zu Tode gefahren haben solle. Im Hintergrund weinte eine Frauenstimme. Die Rentnerin sollte die Strafe von mehreren Tausend Euro abheben und am Bahnhof einer Person übergeben. Sie stand schließlich mit dem Geld in der Tasche am Bahnhof - aber niemand kam.

Quelle: MDR/jc

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