Ausgebüxtes Äffchen In Görlitz ist der Affe los

Ein Affe sorgt derzeit in Görlitz für Aufsehen. Er ist nicht etwa bei Dreharbeiten abhanden gekommen oder aus dem Naturschutztierpark ausgerissen, sondern kommt aus Löbau. Mit Bananen soll der kleine Racker nun von Dachrinnen und Fenstersimsen gelockt werden, auf denen er herumturnt.

Ein Affe sitzt auf einem Hausdach in der Oberlausitz und schaut sich die Gegend von oben an und um. Eine Anwohnerin hat das ausgebüxte Tier am 9.9.2021 fotografiert.
So turnte das Äffchen schon vor einigen Wochen über die Häuserdächer, damals noch einige Kilometer von Görlitz entfernt. Bildrechte: privat

Ein kleines Äffchen sorgt gerade in Görlitz für so manchen erstaunten Blick. Es turnt Häuserfassaden hoch und entwischt bisher jedem, der es fangen will. Das Rhesus-Äffchen war Anfang September gemeinsam mit seinem Kumpel bei seinem Besitzer in Löbau ausgebüxt. Während sein Kompagnon wieder eingefangen wurde und jetzt im Tierpark in Görlitz lebt, genießt Äffchen Nummer 2 noch seine Freiheit. Damit es endich ebenfalls eingefangen werden kann, startet Tierparkchef Sven Hammer einen ungewöhnlichen Aufruf an die Görlitzerinnen und Görlitzer:

Lockt den Affen irgendwo rein, mit Banane, mit allem Möglichen. Und dann ruft ihr uns an.

Sven Hammer Naturschutztierpark Görlitz

Denn auf diese Weise hatte man auch Äffchen Nummer 1 gefangen. Gut eine Woche nach seiner Flucht gelang es Anwohnern damals, den Affen anzufüttern. Ein Tierarzt und Sven Hammer konnten ihn anschließend betäuben und in den Tierpark bringen.

Äffchen sucht Anschluss

Das zweite Äffchen legte dagegen noch etliche Kilometer zurück, wurde sogar in Polen gesehen und hat jetzt Gefallen an Görlitz gefunden. Jetzt muss es nur noch den Weg in den Tierpark finden, dorthin, wo schon außer seinem Kumpel noch andere Rhesusäffchen wohnen. Denn eigentlich, so sagt Tierparkchef Hammer, sei diese Affenart sehr sozial: "Sie leben in Gruppen. Und das Mädchen, das jetzt noch unterwegs ist, sucht natürlich Anschluss."

In Görlitz hofft das kleine Äffchen, genau das zu finden. Genug zu fressen, kann es außerdem stibitzen: Kuchenreste, Obst oder weggeworfene Brötchen. Da das aber auf Dauer keine artgerechte Ernährung ist, sollte es besser im Tierpark bei seinen Artgenossen ein zu Hause finden. Nur müsste man es dazu erst einmal fangen.

Quelle: MDR/pr/vis

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR UM 2 | 29. September 2021 | 14:00 Uhr

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