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FinanzierungsvereinbarungBund und Land verdoppeln Förderung für Pückler-Park

von MDR SACHSEN

Stand: 13. Juli 2021, 11:28 Uhr

Die Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau wird von Bund und Land bis 2024 mit mehr als vier Millionen Euro jährlich unterstützt. Am Montag haben Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer das entsprechende Verwaltungsabkommen unterzeichnet.

Die Fördersumme, die sich Bund und Freistaat teilen, fällt doppelt so hoch wie in den vergangenen Jahren aus. "Ich freue mich, dass die Stiftung nun von Bundesmitteln profitiert, mit denen Kohleregionen gezielt gestärkt werden sollen", erklärte Monika Grütters anläßlich der Unterzeichnung. Das Geld ist für die laufenden Kosten und Investitionen bestimmt.

Das Badehaus im Pückler-Park ist eines von zahlreichen historischen Gebäuden, die saniert werden. Bildrechte: Stiftung "Fürst-Pückler-Park Bad Muskau"

In den kommenden Jahren werden die Aufgaben der Stiftung bei der Pflege, Unterhaltung und Entwicklung des Parks, aber auch angesichts des Strukturwandels in der Region deutlich zunehmen, teilte die Staatskanzlei mit. Dabei seien die Auswirkungen des Klimawandels auf den Park, die Entwicklung des Badeparks und neue Baumaßnahmen wesentliche Schwerpunkte.

2013 erstes Finanzierungsabkommen

1993 wurde die Stiftung vom Freistaat gegründet. Sie soll den Muskauer Park nach historischem Vorbild wiederherstellen und den in Deutschland gelegenen Teil des Parks mit den dazugehörigen Gebäuden sanieren und kulturell nutzen. 2013 hatten Bund und Land erstmals ein Finanzierungsabkommen unterzeichnet. Auch zuvor floss bereits viel Fördergeld in den Park. Das größte Projekt war nach 1995 der Wiederaufbau des Neuen Schlosses, der 2013 abgeschlossen wurde. Es war am Ende des Zweiten Weltkrieges durch Brandstiftung zerstört worden.

Zusätzliche Förderung

Neben der jährlichen Förderung unterstützen Bund und Land mit zusätzlichen Fördergeldern auch aktuell verschiedene Baumaßnahmen. So hatten sie sich bereits 2020 darauf verständigt, gemeinsam ein Besucher- und Bildungszentrums im Muskauer Park mit 34 Millionen Euro zu finanzieren. Es soll im Kavaliershaus entstehen.

Der Muskauer Park wurde 1815 von Hermann Fürst von Pückler-Muskau angelegt. Dabei ließ er sich von englischen Gärten inspirieren. So entstand auf beiden Seiten der Neiße – heute auf dem Gebiet Deutschlands und Polens – ein klassischer Landschaftspark. Durch einen deutsch-polnischen Antrag gelangte der Park 2004 auf die Welterbe-Liste.

Quelle: MDR/dpa/vis

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalreport aus dem Studio Bautzen | 13. Juli 2021 | 16:30 Uhr

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