Nachrichten & Themen
Mediathek & TV
Audio & Radio
SachsenSachsen-AnhaltThüringenDeutschlandWeltLeben
17 vollbeladene Großraum-Schwertransporter, alle zwischen 20 und 24 Meter lang, etwa viereinhalb Meter breit und rund 60 Tonnen schwer, wurden auf der A4 kontrolliert und wegen diverser Mängel gestoppt. Bildrechte: Polizei Görlitz

VerkehrsüberwachungStopp für 17 Lkw mit Krankenhausteilen auf A4 bei Dresden

von MDR SACHSEN

Stand: 13. Januar 2022, 15:10 Uhr

Auf Schwerlaststransportern sollten Einzelteile eines Krankenhauses nach Stuttgart rollen. Doch nach Kontrollen des Verkehrsüberwachungsdienstes auf der A4 war für 17 vollgeladene Brummis bei Dresden erst einmal Schluss. Die Beamten zogen eine nach ihren Worten "alarmierende Bilanz".

Rund drei Tage lang haben Einzelteile eines Krankenhauses am Rande der Autobahn 4 Görlitz- Dresden gestanden. Die Lkw-Kontrollgruppen der Verkehrspolizeiinspektion hatten insgesamt 17 Schwerlasttransporte kontrolliert und vorläufig gestoppt. Die Lkw sollten Raumzellen für einen Krankenhausbau von Polen aus nach Stuttgart fahren. Zuvor hatte die Polizei Hinweise bekommen, dass die eingesetzten Speditionen nicht alle Vorschriften beachten würden.

Weiterfahrt zunächst untersagt

Aufgrund einer Vielzahl von unterschiedlichen Mängeln, die von unvollständigen Dokumenten über Mängel bei der Ladungssicherung, fehlenden oder defekten Ausrüstungsgegenständen bis hin zu technischen Mängeln an den Fahrzeugen reichten, untersagten die Polizisten zunächst allen 17 Transporten die Weiterfahrt.

Polizeidirektion Görlitz

Erst nachdem die Mängel behoben und alle Unterlagen beschafft wurden, sind mittlerweile 15 Fahrzeugkombinationen nach Stuttgart weitergeschickt worden. Gegen die Fahrer der Großraum-Schwertransporte, zum Teil auch gegen Fahrer der Begleitfahrzeuge und Verantwortliche der beteiligten Frachtfirmen erstattete die Polizei Ordnungswidrigkeitenanzeigen. In Einzelfällen werde noch geprüft, ob "im Rahmen von Einziehungsverfahren die illegal erwirtschafteten Gewinne abgeschöpft werden können", so die Polizei.

Quelle: MDR (kk)