Mehrweg im Restaurant Görlitzer Gastwirte räumen Einmalgeschirr-Berge weg

Leere, benutzte Einwegverpackungen
Solche Müllberge wollen Gastronomen aus Görlitz vermeiden. Sie geben in Lockdown-Zeiten Speisen in Pfand-Boxen außer Haus. Bildrechte: dpa

Gastronomen, die im Lockdown Essen außer Haus verkaufen, müssen ihre Speisen verpacken. Nach einem Essen für zwei oder die ganze Familie müssen Kunden meistens einen großen Berg aus Plastik, Folien und Assietten in den Müll stopfen. Sebastian Sarpert vom Restaurant Kochwerk will sich diese Verschwendung mit Einweggeschirr nicht mehr länger mit ansehen. Das muss doch anders gehen, sagte er sich und stellte auf Mehrweg-Essensboxen um. Er bietet die auf Pfandbasis an. "Wir haben 300 Stück im Umlauf. An guten Tagen werden wirklich 80 Boxen im Austausch genutzt", sagte er MDR SACHSEN.

Mehrere Vorteile für Nutzer

Dieses Mehrwegsystem haben die IHK und die Europastadt Görlitz-Zgorzelec GmbH neugierig gemacht. Sie kauften ein paar hundert dieser Boxen und gaben sie an Gastwirte und Gastronominnen in der Neißestadt zum Einkaufspreis weiter. Take-away-Kunden können diese Behälter aus recycelbarem Plastik in die Mikrowelle stellen, im Geschirrspüler reinigen und bei einem der teilnehmenden Restaurants wieder abgeben, wenn sie dort Essen zum Mitnehmen abholen. Das bekommen sie wieder in einer Mehrweg-Box serviert.

Es ist ein bisschen so wie mit der Bierflasche. Wenn alle die gleiche Bierflaschen haben, kann man die überall kaufen und überall abgeben.

Eva Wittig koordiniert die Bestellungen der Gastronomen in Görlitz

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 09.02.2021 | 14:30 Uhr im Regionalreport aus dem Studio Bautzen
MDR SACHSENSPIEGEL | 11.02.2021 | 19:00 Uhr

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