Ostsachsen Zwölf neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest in Sachsen

Totes Wildschwein auf einem Waldweg
Zwölf neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest sind in Ostsachsen registriert worden. Bildrechte: MDR/Uwe Walter

In der Nähe des Truppenübungsplatzes Oberlausitz im Landkreis Görlitz sind weitere zwölf Fälle der Afrikanischen Schweinepest festgestellt worden. Wie das Sächsische Sozialministerium mitteilte, wurden die Kadaver der Wildschweine in einer kürzlich erweiterten Restriktionszone in der Nähe von Horka gefunden, nachdem bereits am 22. Januar ein infizierter Wildschweinkadaver dort entdeckt worden war. Die Fläche des vergrößerten Gefährdungsgebietes gibt das Sozialministerium mit 322 Quadratkilometern an.

Weitere Ausbreitung soll verhindert werden

Staatsministerin Petra Köpping teilte mit, dass mit allen Mitteln versucht werden soll, eine weitere Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern. "Die positiven Befunde belegen, dass wir ein aktives Infektionsgeschehen innerhalb des gefährdeten Gebietes haben." Um eine Ausbreitung zu verhindern, habe der Landkreis einen mobilen Elektrozaun um den Erstfund vom 22. Januar gezogen. "Die neuen Funde befinden sich bis auf einen Fund innerhalb des Gebiets, das mit dem Elektrozaun abgegrenzt wurde, ein weiterer Fund liegt außerhalb aber in unmittelbarer Nähe des Elektrozauns nördlich von Hähnchen bei Quolsdorf." Das gesamte Gebiet sei schwer zugänglich und biete für Wildschweine ideale Rückzugsmöglichkeiten.

Gebiete sollen gemieden werden

Staatsministerin Köpping appeliert an die die Bevölkerung, das Gefährdungsgebiet möglichst zu meiden. "Die Erkrankung kann nicht nur von Tier zu Tier übertragen werden, sondern auch indirekt über kontaminierte Gegenstände wie Kleidung, Schuhe oder Fahrzeuge, die das Virus in andere Gebiete tragen können." Es gäbe keine Möglichkeit, die Schweine durch eine vorbeugende Impfung zu schützen.

Warnhinweis Schweinepest
Die gefährdeten Gebiete sollen möglichst gemieden werden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Insgesamt sind in Sachsen 31Fälle der Afrikanischen Schweinespest festgestellt worden. Dazu kommen nach Angaben des Sozialministeriums weitere vier Verdachtsfälle, die durch das Friedrich-Loeffler-Institut noch untersucht werden. Für den Menschen und andere Tierarten ist die ASP nicht ansteckend oder gefährlich.

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 06.02.2021 | 14:00 Uhr in den Nachrichten

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