Drama Zwangsräumung in Ebersbach-Neugersdorf löst Großeinsatz aus

Große Aufregung am Freitagmorgen in Ebersbach. In der Neugersdorfer Straße im Ortsteil Ebersbach bei Zittau wollte eine Frau der Zwangsräumung mit Gewalt entgehen. Der Gerichtsvollzieher hatte bei ihr geklingelt. Sie drohte sich etwas anzutun.

Polizeinsatz in Neugersdorf-Ebersbach
Neugersdorfer Straße in Ebersbach - eine Frau versuchte, einer Zwangsräumung zu entgehen. Bildrechte: xcitepress

Eine 65 Jahre alte Frau hatte am Freitagmorgen damit gedroht, sich und ihr Haus in die Luft zu sprengen. In höchster Alarmbereitschaft rückten allein elf Feuerwehren mit insgesamt 42 Kameraden an. Auch mehrere Polizeibusse fuhren vor sowie ein Einsatzteam der Polizeidirektion Görlitz.

Anwohnerinnen und Anwohner mussten aus ihren Häusern

Während die Feuerwehr alle Zufahrten absperrte und zehn Ebersbacher aus den umliegenden Häusern in Sicherheit brachte, verteilten sich die Polizisten rund um Haus und Garten der Frau. Ein besonders geschultes Team des Landeskriminalamtes habe den Auftrag gehabt, mit der Verzweifelten Kontakt aufzunehmen, sagte Polizeisprecherin Anja Leuschner MDR SACHSEN. Doch dazu kam es nicht mehr. Während die Frau in ihren Garten ging, konnten Polizisten sie ergreifen.

Keine offensichtlichen Gefahren im Haus

Nachdem die 65-Jährige in Sicherheit gebracht worden war, ging die Feuerwehr im Haus auf Spurensuche. Am Ende ihres Hausrundganges konnte sie Entwarnung geben. Alle Leitungen waren dicht, kein Gashahn war aufgedreht. Auch Sprengstoff wurde nicht gefunden. Die Kameraden entdeckten lediglich vier Gasflaschen. Hier müsse noch geklärt werden, zu welchem Zweck sie im Haus waren, sagte Polizeisprecherin Leuschner. Die 65-Jährige wurde mit auf das Revier genommen. Weitere Angaben konnte die Sprecherin zunächst nicht machen.

Hilfe bei Suizidgedanken und in persönlichen Krisen

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Quelle: MDR/gg

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sachsenspiegel | 25. Juni 2021 | 19:00 Uhr

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