Ferkelnachwuchs Tierpark Görlitz braucht wegen ASP eine Schweinekinderstube

Ein Mädchen streichelt ein Sattelschwein.
Ein Bild aus besseren Tagen. Wegen der Schweinepest sind die Sattelschweine des Görlitzer Tierparks derzeit im Stall und dürfen auch nicht von Besuchern gestreichelt werden. Bildrechte: Tierpark Görlitz

Das Außengehege für die Schweine im Naturschutztierpark Görlitz-Zgorzelec ist leer. Wegen der sich ausbreitenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) mussten auch hier die Tiere in den Stall gesperrt werden. Doch dort herrscht jetzt ordentlich Bambule: Sattelschweinsau Molly hat Nachwuchs bekommen. Neun kleine Ferkel tobten fröhlich quietschend durchs Stroh, während sich Molly hingebungsvoll um sie kümmere, teilte der Tierpark mit.

Tierpark braucht eine Schweinekinderstube

Auf Grund der behördlichen Anordnung zur Bekämpfung der Schweinepest gilt auch für die Ferkel Stallarrest und kein Publikumskontakt auf unbestimmte Zeit. "Die Alternative wäre Tötung, doch diese Möglichkeit ziehen wir nicht in Betracht", sagt Tierparkdirektor Dr. Sven Hammer. Damit die Tiere mehr Platz bekommen, soll jetzt angebaut werden - ein Schweinekinderzimmer sozusagen. "Wir hoffen, dass eine kurzfristig eingereichte Baugenehmigung zum Bau eines überdachten Gebäudes schnell bearbeitet wird, sodass wir schnellstmöglich eine angemessenere Haltung auch unter den erschwerten Gegebenheiten gewährleisten können", so der Tierparkchef.

Wildschweine in Moritzburg werden getötet

Pech haben dagegen die Wildschweine im Wildgehege von Moritzburg. Das Gesundheitsamt hat wegen der Ausbreitung der Schweinepest die Tötung der Tiere angeordnet. Denn die Wildtiere sind für eine Stallhaltung nicht geeignet, wie der Staatsbetrieb Sachsenforst als Betreiber des Geheges vergangene Woche erklärte. Im Moment haben die Wildschweine eine Galgenfrist erhalten. "Es ist noch nicht geklärt, wann und wie die Tiere tierschutzgerecht entnommen werden", sagte Sachsenforstsprecher Renke Coordes.

Quelle: MDR/ma

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