Tierseuche Neue Fälle von Afrikanischer Schweinepest im Landkreis Görlitz

Ein Wildschwein
Bildrechte: imago/Oliver Willikonsky

In Sachsen erhöht sich die Zahl der Wildschweine, bei denen die Afrikanische Schweinepest (ASP) nachgewiesen wurde. Nachdem Anfang der Woche zwei neue Fälle bekannt wurden, sind jetzt nach Angaben des sächsischen Sozialministeriums vier weitere Tiere dazugekommen. "Mit dem Indexfall, einem am 27. Oktober geschossenen Wildschwein, bei dem das ASP-Virus festgestellt wurde, gibt es also insgesamt sieben ASP-positive Funde", teilte ein Ministeriumssprecher mit. Außerdem gebe es einen weiteren Verdachtsfall.

Suchaktion nach toten Wildschweinen

Die infizierten Tiere wurden bei einer sogenannten Fallwildsuche festgestellt. Dabei haben fünf Tage lang rund 150 Personen und sechs Jagdhunde den zivilen Teil der Restriktionszone nach verendeten Wildschweinen abgesucht. Das Gebiet an der polnischen Grenze umfasst 5.500 Hektar.

Auch der benachbarte Truppenübungsplatz Oberlausitz gehört mit zum gefährdeten Gebiet. Dort wurde die Fallwildsuche am Mittwoch abgeschlossen. Eine Auswertung der Funde steht noch aus und wird bis Anfang kommender Woche erwartet, so das Sozialministerium. Im gesamten Gebiet wurden den Angaben zufolge 30 Wildschweinkadaver oder Kadaverteile gefunden.

Quelle: MDR/vis

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 19.11.2020 | ab 16:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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