Tierseuche Zwei weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest in Ostsachsen nachgewiesen

19.06.2020, Mecklenburg-Vorpommern, Kaliss: Wildschweine stehen in einem Wildgatter.
Afrikanische Schweinepest wird von Wildschweinen eingeschleppt, Nachweise bei Hausschweinen gibt es in Sachsen noch keine. Bildrechte: dpa

In Sachsen sind zwei weitere Fälle der Afrikanischen Schweinepest aufgetreten. Bei der sogenannten Fallwildsuche seien mehrere verendete Wildschweine im Landkreis Görlitz entdeckt worden, teilte das sächsische Sozialministerium am Sonntag mit. Bei zwei untersuchten Knochen habe das Friedrich-Loeffler-Institut das Virus nachgewiesen. Weitere Proben anderer verendeter Tiere waren negativ.

Fallwildsuche Bei der Fallwildsuche wird gezielt nach verendeten Wildschweinen gesucht. Aktuell sind elf Suchstaffeln mit gut 150 Personen im Landkreis Görlitz im Einsatz. Im Rahmen der Fallwildsuche wurden mehrere verendete Wildschweine aufgefunden. Jedem aufgefundenen Tier werden Proben entnommen, die auf das Virus der Afrikanischen Schweinepest untersucht werden.

Erster Fall Ende Oktober

Ende Oktober war in der Gemeinde Krauschwitz im Landkreis Görlitz der erste Fall der Tierseuche in Sachsen nachgewiesen worden. Sofort war eine Sperrzone eingerichtet worden, in der unter anderem nach toten Wildschweinen gesucht wird. Damit wollen sich die Behörden einen Überblick verschaffen, wie stark sich die Afrikanische Schweinepest bereits ausgebreitet hat. Der jetzige Fund lag nach Angaben des Ministeriums etwa acht Kilometer entfernt vom ersten Fall.

Die Krankheit ist für Menschen ungefährlich, für Wild- und Hausschweine aber fast immer tödlich. Hausschweine sind derzeit nicht betroffen.

Quelle: MDR/lam/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.11.2020 | 11:00 Uhr in den Nachrichten

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