Verdacht auf Geflügelpest Landratsamt Görlitz warnt vor toten Vögeln am Quitzdorfer See

Blick über den Quitzdorfer Stausee.
Trotz der Idylle sollte der Quitzdorfer Stausee derzeit lieber nicht besucht werden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nach dem Fund mehrerer toter Wasservögel hat das Landratsamt Görlitz vor dem Uferbereich des Quitzdorfer Stausees gewarnt. Der Bereich sei "dringend" zu meiden, hieß es in einer Mitteilung vom Freitagabend. Grund sei die gegenwärtig in hoher Zahl in Deutschland nachgewiesene Geflügelpest in den Wildvogelbeständen. "Jegliches tot aufgefundenes Wassergeflügel sollte grundsätzlich nicht angefasst werden", warnte eine Sprecherin des Landratsamtes. Gleichzeitig bittet das Amt um Hinweise bezüglich des Fundortes. Diese sollen über die E-Mail-Adresse veterinaeramt@kreis-gr.de an das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt übermittelt werden.

Erreger ist für Menschen ungefährlich

Die Infektionskrankheit kommt vor allem bei Wasservögeln vor. Bei Hühnern und Puten werden die höchsten Erkrankungs- und Sterberaten Beobachtet - teilweise bis zu 100 Prozent. Gefürchtet wird vor allem der hohe wirtschaftliche Schaden, der durch das Virus entstehen kann. Für Menschen gilt der Erreger als ungefährlich. Die Geflügelpest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche und wird daher staatlich bekämpft.

Schweinepest hält Landkreis bereits auf Trab

Neben der Geflügelpest hat der Landkreis Görlitz bereits mit der afrikanischen Schweinepest alle Hände voll zu tun. Bisher wurden laut Sozialministerium 55 Fälle registriert. Südlich der A4 soll nun eine vorhandene mobile Barriere für Wildschweine durch einen 72 Kilometer langen festen Zaun verstärkt werden.  Die Schweinepest sei auf dem Vormarsch, auch wenn man die Ausbreitung bisher auf Teile des Landkreises Görlitz habe beschränken können, Bauern in dem Gebiet müssten mit Einschränkungen leben, sagte Sozialministerin Petra Köpping am Donnerstag in Dresden. Sollte die Afrikanische Schweinepest in einer Schweinehaltung ausbrechen, ist es notwendig, alle Tiere zu keulen.

Quelle: MDR/sth/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 26.02.2021 | 20:00 Uhr in den Nachrichten

Mehr aus Görlitz, Weisswasser und Zittau

Der Holzkünstler Thomas Schwarz vor einem seiner jüngsten Werke. Es entstand aus einer Linde, die ein Wirbelsturm bei Panschwitz-Kuckau umgeworfen hat. mit Video
Der Holzkünstler Thomas Schwarz vor einem seiner jüngsten Werke. Es entstand aus einer Linde, die ein Wirbelsturm bei Panschwitz-Kuckau umgeworfen hat. Bildrechte: MDR/Martin Kliemank

Mehr aus Sachsen