Landratswahl Görlitz AfD-Politiker Sebastian Wippel will Landrat werden

Der Landtagsabgeordneter Sebastian Wippel tritt für die AfD im Kreis Görlitz bei der Landratswahl am 12. Juni an. Seiner Kandidatur stimmte der Kreisverein der Partei einstimmig zu.

Der Landtagsabgeordneter Sebastian Wippel wird für die AfD im Kreis Görlitz bei der Landratswahl im Juni antreten. Wie der AfD-Kreisverband Görlitz auf seiner Facebook-Seite mitteilte, stimmten die anwesenden Parteimitglieder bereits am Donnerstagabend einstimmig für Wippels Kandidatur.

Wippel selbst bedankte sich später ebenfalls über das soziale Netzwerk für das Vertrauen der Kreisverbands-Mitglieder und erklärte, dass er mit der Kandidatur für das Landratsamt seinen Heimatlandkreis "nach vorn bringen" wolle.

Gescheiterte Oberbürgermeisterwahl

Europakonferenz Octavian Ursu
Octavian Ursu konnte sich 2019 bei der Oberbürgermeisterwahl in Görlitz gegen Sebastian Wippel durchsetzen. Bildrechte: MDR SACHSEN

Der frühere Polizeikommisar sitzt seit 2014 für die AfD im Sächsischen Landtag und ist seitdem auch der Innenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag.

Vor drei Jahren kandidierte Wippel für die AfD bereits bei der Oberbürgermeisterwahl in Görlitz. Bei der Abstimmung in der ostsächsischen Stadt konnte sich Wippel, der 44,9 Prozent erreichte, letztendlich aber nicht gegen seinen CDU-Herausforderer Octavian Ursu durchsetzen, der mit 55,1 Prozent der Stimmen deutlich vor Wippel lag.

Die damalige Oberbürgermeisterwahl sorgte bundesweit für Aufsehen, da die AfD gehofft hatte, mit einem Wahlsieg in Görlitz erstmals einen Oberbürgermeister stellen zu können. 

Landratswahl im Juni

Die Landratswahl im Kreis Görlitz ist am 12. Juni. Für die CDU geht Stephan Meyer ins Rennen, für die FDP die Görlitzerin Kristin Schütz. Auch ein unabhängiger Kandidat hat seine Absicht bekundet, zur Wahl anzutreten. Allerdings muss er noch die notwendigen Unterschriften vorweisen, um zugelassen zu werden.

Quelle: MDR/tta

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | 04. März 2022 | 08:30 Uhr

12 Kommentare

DER Beobachter vor 22 Wochen

1. Wippel und die AfD ist gerade in einer schwierigen, aber nicht ganz unverschuldeten Lage. Diese Woche soll am VwG Köln juristisch über die Rechtmäßigkeit des Beobachtungsstatus`der Partei als gesichert rechtsextrem verhandelt werden, gilt als richtungsweisend und beunruhigt die AfD (seltsamerweise den Flügel mehr als "den Rest"?). Wippels Landesverbands-Pg. und Bundes-Führer Chrupalla sieht die "Juristenpartei" logisch schon als Sieger, kündigt aber doch vorsorglich schon mal wieder jegliche rechtlichen Schritte an. Die AfD vermied und empfahl ihren Anhängern gestern am 5.3. beim Aufmarsch der Querdenker (ja, genau auch der, u.a. der Querdenken351-Chef M.F. dabei), Freien Sachsen, III.Weg... in Chemnitz bei der angeblichen Trauerkundgebung zur Chemnitzer Bombardierung bei gleichzeitiger Hofierung Russlands jetzt, ausdrücklich keine AfD-Fahnen mitzuschleppen oder daran teilzunehmen.

Steffen Kayser vor 22 Wochen

@Fakt - Hat er keine Kompetenz und keinen Sachverstand? Woher wissen sie das. Hat er kein Interesse für das Wohlergehen der Bevölkerung. In den 80er und 90er hat man die Grünen ausgelacht und ihnen viel unterstellt. So weit rechts wie die AfD war die CSU auch mal in ihrem Denken.

DER Beobachter vor 22 Wochen

Und das nehmen Sie genau woher? Jedenfalls ist die nicht selbst und parteibereinigte Biografie schon recht interessant, und ohne den Willen des Flügels wird in der mitteldeutschen AfD niemand was...

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