Rettungsaktion Wolf aus Schacht in Oberlausitz gerettet

Ein Knurren aus dem Schacht rief am Freitagvormittag Polizei, Feuerwehr und das Wolfsbüro Lupus auf den Plan. Der Grund: Ein Graupelz musste aus einem Schacht befreit werden. Was mit dem betäubten Tier nun geschieht, ist unklar.

Fotofalle Wolf
Normalerweise bekommen Menschen die scheuen Tiere kaum zu Gesicht. Am Freitag hatte sich eines in einem Gulli verfangen. Bildrechte: BImA/Bundesforst Lausitz

Und plötzlich knurrte es aus dem Gulli - ein Spaziergänger war am Freitagvormittag mit seinem Hund im Neißenauer Ortsteil Deschka unterwegs, als die beiden ein merkwürdiges Geräusch hörten. Der Hund bekam wohl einen Geruch in die Nase und begann an dem offenen Gulli zu schnuppern - und wurde angeknurrt.

Wolf in einer Grube
Der Wolf musste aus einem etwa zweieinhalb Meter tiefen Schacht befreit werden. Bildrechte: Anja Leuschner/ Polizeidirektion Görlitz

In dem etwa zweieinhalb Meter tiefen Schacht steckte ein Wolf fest. Wie die Polizeidirektion Görlitz mitteilte, rief der Passant die Polizei.


Rettungsaktion mit vereinten Kräften

Der Bürgerpolizist von Niesky verständigte vor Ort die Feuerwehr sowie das Wolfsbüro Lupus, heißt es aus der Polizeidirektion. Die Kräfte rückten an und befreiten Isegrim aus seiner misslichen Lage.

Wolf liegt auf einer Wiese, nachdem ihm aus der Grube geholfen wurde.
Der betäubte Wolf liegt auf einer Wiese, nachdem ihm aus der Grube geholfen wurde. Bildrechte: Anja Leuschner/ Polizeidirektion Görlitz

Dazu betäubte eine Mitarbeiterin des Wolfsbüros das Tier zunächst. Anschließend zogen die Kameraden es aus dem Schacht. Der augenscheinlich unverletzte Wolf kam in tierärztliche Behandlung. Das Urteil, ob der Wolf wieder ausgewildert werden kann, stehe noch aus, so die Polizeidirektion.

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MDR (sho)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen | 18. November 2022 | 15:30 Uhr

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