Afrikanische Schweinepest Sachsen baut festen Zaun gegen Wildschweine an Neiße

An der Grenze zu Polen bei Bad Muskau hat der Bau eines festen Zauns begonnen. Er soll helfen, die Afrikanische Schweinepest einzudämmen. Anfang November hatte es in Sachsen den ersten Fall gegeben.

An der deutsch-polnischen Grenze bei Krauschwitz wird ein fester Zaun gebaut, um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern.
Bildrechte: MDR/Thomas Kramer

Mit dem neuen Zaun entlang der polnischen Grenze will Sachsen verhindern, dass mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierte Wildschweine über die Neiße von Polen nach Sachsen wechseln. Der feste Drahtzaun um die ASP-Sperrzone ersetzt die bisherigen mobilen Wildschweinbarrieren. Er soll im Norden an den Zaun Brandenburgs anschließen und im Süden zunächst bis zur Autobahn 4 reichen. Es ist jedoch geplant, dass der gesamte Grenzverlauf bis Zittau verstärkt werden soll.

Rehe und Hirsche dürfen passieren

Der neue Schutzzaun ist etwa einen Meter hoch und bleibt damit für Rehe und Hirsche passierbar. Ein horizontaler Schutz sorgt dafür, dass er nicht von den Wildschweinen unterwühlt werden kann. Zusätzlich will die Bundeswehr den Truppenübungsplatz Oberlausitz einzäunen. Hier liegt mit 8.000 Hektar der größte Teil der Sperrzone.

An der deutsch-polnischen Grenze bei Krauschwitz wird ein fester Zaun gebaut, um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern.
Etwa einen Meter hoch ist der neue Schutzzaun. Rehe und Hirsche sollen ihn überpringen können. Bildrechte: MDR/Thomas Kramer

Zum Start des Zaunbaus am Mittwoch war auch Sozialministerin Petra Köpping vor Ort. Oberstes Ziel sei es, dass die Tierseuche nicht weiter nach Sachsen eindringe, so die SPD-Politikerin, die auch für den Verbraucherschutz zuständig ist. Ende Oktober war bei Krauschwitz ein Fall der für den Menschen ungefährlichen Afrikanischen Schweinepest nachgewiesen worden. Sachsen ist damit nach Brandenburg das zweite Bundesland, in dem die Tierseuche aufgetreten ist.

Quelle: MDR/dpa/vis

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 11.11.2020 | 19:00 Uhr

4 Kommentare

Stefan Der vor 25 Wochen

Die Schweinepest wird dieser Zaun nicht aufhalten, denn Schuld an der Verbreitung hat zum großen Teil der Mensch. Es ist auch schön, dass auf Rehe und Hirsche eingegangen wird. Diese sind aber nicht gefährdet. Im Gegensatz zum Igel. Für diesen könnte dieser Zaun ein Todesurteil bedeuten. Weiterhin werden sich nicht wenige Rehe und Hirsche im Zaun verfangen und/ oder sich die Knochen brechen. Bekommen wir nicht mit.

Dieser Zaun ist völliger Unsinn. Aber sieht natürlich vor der Kamera tolle aus.

Micky Maus vor 25 Wochen

"Sachsen baut festen Zaun gegen Wildschweine an Neiße "

Also ist Grenzschutz doch möglich?

+1 für diesen Artikel!

Wahrsager vor 25 Wochen

Zu spät-

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