Familienspiel Monopoly gibt es jetzt auf Sorbisch

Wer gerne mit Immobilien makelt, aber kein passendes Kleingeld hat, ist bei Monopoly immer gut aufgehoben. Jetzt gibt es den Spieleklassiker auch auf Sorbisch mit Häusern in Bautzen oder Schleife. Das Spiel ist in Deutsch, Nieder- und Obersorbisch ausgeführt. Heimatkunde und auch die Sprache der Sorben kann spielend erlernt werden. Zugleich wirbt das Spiel für die Lausitz und Niederschlesien als Urlaubsregion.

Monopoly Lausitz
Deutsch, Obersorbisch, Niedersorbisch - das Monopoly der Lausitz-Edition kann in drei Sprachen gespielt werden. Bildrechte: MDR SACHSENSPIEGEL

Den Brettspielklassiker Monopoly gibt es nun auch in einer Lausitz-Edition. Es sei das erste dreisprachige Monopoly, teilte das sächsische Kultur- und Tourismusministerium mit. Alle Texte auf dem Brett, den Spielkarten und im Begleitheft gebe es auf Deutsch, Niedersorbisch und Obersorbisch.

22 Orte der Region auf dem Spielfeld

Im Internet konnten die Einwohner der Lausitz über die 22 Orte abstimmen, die nun auf dem Spielfeld zu finden sind. Der teuerste ist Bautzen geworden. Auch Elsterheide, Nebelschütz, Guben, Bad Liebenwerda, Schleife, Schönau-Berzdorf, Hochkirch, Weißwasser, Hoyerswerda, Löbau, Lauchhammer, Senftenberg, Lübbenau, Kamenz, Görlitz und Cottbus sind dabei.

Heimatkunde spielerisch erlernen

Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) sagte: "Neben den Botschaften zur Sprache werden im Spielgeschehen aber auch kulturelle, wirtschaftliche und touristische Botschaften zur Lausitz vermittelt. Das Spiel sei ein wichtiger Tourismusbotschafter, der die Region über die Grenzen Sachsens bekannt macht.

Das Gesellschaftsspiel Monopoly soll zum Ende des Jahres eine Lausitz-Variante bekommen.
Das Gesellschaftsspiel Monopoly gibt es jetzt auch als Version aus der Lausitz. Bildrechte: Agentur polar|1

Die Sorben freuen sich über das Spiel in ihrer Muttersprache: "Spielzeit ist Familienzeit und damit Zeit für Unterhaltung – schön, wenn das Spiel auch in der eigenen Muttersprache stattfindet", sagte Dawid Statnik von der Domowina, dem Bund Lausitzer Sorben.

4.000 Spiele schon vorbestellt

Anders als beim Original gibt es kein Feld, auf dem die Einkommensteuer eingefordert wird. Bei der neuen Variante muss stattdessen für einen Sorbisch-Sprachkurs gezahlt werden. Mehr als 4.000 Exemplare seien bereits vorbestellt worden.

MDR (lam)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 21. März 2022 | 19:00 Uhr

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