Trockenheit Höchste Waldbrandwarnstufe in vier Landkreisen Sachsens

Die anhaltende Trockenheit hat die Waldbrandgefahr im Norden Sachsens auf die höchste Stufe steigen lassen. Der Deutsche Wetterdienst und der Staatsbetrieb Sachsenforst wiesen am Mittwoch Warnstufe 5 jeweils für die nördlichen Regionen in vier Landkreisen aus. Besonders gefährdete Regionen würden mit Kameras überwacht.

Hinweisschilder verbieten das Betreten von Wanderwegen im Nationalpark Sächsische Schweiz
Schilder verbieten das Betreten von Wanderwegen im Nationalpark Sächsische Schweiz wegen Waldbrandgefahr (Archivbild). Bildrechte: dpa

Wer am Wochenende, angelockt durch das warme Wetter, einen Ausflug in den Wald plant, muss besonders vorsichtig sein. Laut aktueller Karte von Sachsenforst gilt seit Mittwoch in weiten Teilen des Freistaates die Waldbrandstufe 3, in Dresden, im westlichen Teil des Landkreises Leipzig, im südlichen Teil der Landkreise Nordsachsen und Meißen, Bautzen und Görlitz gilt Warnstufe 4 (hohe Gefahr).

Höchster Alarm im nördlichen Sachsen

Schild zur Waldbrandwarnstufe 4
Mit diesen Schildern warnt die Forstverwaltung vor Waldbränden. Bildrechte: imago/Hanke

Die höchste Warnstufe 5 (sehr hohe Gefahr) gilt im Norden der Landkreise Görlitz, Bautzen, Meißen und Nordsachsen. "In den am stärksten Waldbrand gefährdeten nord- und nordostsächsischen Kiefernwäldern wird bei hoher und sehr hoher Waldbrandgefahr (Stufe 4 und 5) empfohlen, diese Waldgebiete zur eigenen Sicherheit zu meiden", empfiehlt Sachsen allen Bürgerinnen und Bürgern. Sollte eine Wanderung trotzdem durch den Wald führen, dürfen die Hauptwege nicht verlassen werden. Die Landkreise und Großstädte können außerdem zusätzliche Anordnungen erlassen.

Wälder gesperrt bei Warnstufe 5 in Nordsachsen

Im besonders stark gefährdeten Landkreis Nordsachsen dürfen beispielsweise bei Warnstufe 5 die Wälder mit Ausnahme öffentlicher Straßen nicht betreten werden. Das Landratsamt droht bei Nichtbeachtung mit Bußgeldern von bis zu 2.500 Euro, in besonders schweren Fällen mit bis zu 10.000 Euro.

Von einem Feld aus sieht man auf ein Waldstück. Aus de rMitte der Bäume steigt grauer Rauch auf. Die Feuerwehr musste am 11.05.2022 in der colfitzer Heide einen Waldbrand löschen.
Auf einer Fläche von rund 100 mal 100 Quadratmetern brannte der Waldboden am Mittwoch in der Colditzer Heide. Mitarbeiter des Sachsenforstes entdeckten den Brand und riefen die Feuerwehr. Bildrechte: Sören Müller

Sächsische Schweiz warnt Wanderer

"Wir haben mit Waldbrandstufe 3 bisher Glück. Doch auch im Nationalpark Sächsische Schweiz gilt wie in allen deutschen Wäldern ein absolutes Rauch- und Feuerverbot, mahnt Nationalpark-Sprecher Hanspeter Mayr im Gespräch mit MDR SACHSEN. Waldbrandstufe 3 steht für eine mittlere Gefahr.

Mayr erinnert an das Dürrejahr 2019, als es 21 Waldbrände im Nationalpark gab. "Davon waren 17 von Menschen ausgelöst worden, beispielsweise durch illegale Lagerfeuer." Im Vorjahr gab es im Nationalpark vier Waldbrände.

Wettervorhersage sieht leichte Entspannung

Im nördlichen Sachsen ist die Brandgefahr nach Angaben von Sachsenforst grundsätzlich höher als im Süden Sachsens mit den Mittelgebirgen. Im Tiefland fällt weniger Niederschlag, die Böden sind sandig und speichern Wasser nur kurz, und es wachsen viele Kiefern, deren Nadeln leicht entflammbar sind. Für die nächsten Tage erwarten die Fachleute eine leichte Entspannung der Gefahrenlage. Für Donnerstag und Freitag wurde in den nördlichen Landesteilen die Waldbrandwarnstufe 4 vorhergesagt.

MDR (wm)/dpa

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 11. Mai 2022 | 16:00 Uhr

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