Statistisches Landesamt Sachsens Bevölkerungszahl erreicht neuen Tiefstand

Die Bevölkerungszahl in Sachsen schrumpft. Das Statistische Landesamt hat am Montag die Bevölkerungsstatistik für den Freistaat für 2020 veröffentlicht. In dieser wird deutlich, dass vor allem in den ländlichen Gebieten die Einwohnerzahl sinkt.

Passanten gehen 2014 durch eine Fußgängerzone in Leipzig.
Sachsen verliert Einwohnerinnen und Einwohner. Einzige Ausnahme: Leipzig und das Umland. Bildrechte: dpa

Sachsens Bevölkerungszahl hat einen neuen Tiefstand erreicht. Zum Ende des Jahres 2020 haben im Freistaat laut Statistischem Landesamt gut vier Millionen Menschen gelebt. Im Vergleich zum 31. Dezember 2019 seien dies rund 15.000 Personen weniger, teilte die Behörde in Kamenz am Montag mit. Die Bevölkerungszahl sei um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Sachsen habe demnach den niedrigsten Bevölkerungsstand seit 2014.

Allein Leipzig und das dortige Umland mit Zuwächsen

Exakt lebten laut Landesamt im vergangenen Jahr 4.056.941 Einwohnerinnen und Einwohner im Freistaat. Während die Bevölkerung in Leipzig um 0,7 Prozent (4.348 Personen) sowie im Landkreis Leipzig um 0,1 Prozent (247 Personen) gestiegen sei, sank sie in den anderen Kreisfreien Städten und Landkreisen.

Den größten Rückgang der Bevölkerungszahlen verzeichneten dabei laut Statistischem Landesamt der Erzgebirgskreis, der Landkreis Mittelsachsen und der Vogtlandkreis sowie die Landkreise Zwickau und Görlitz.

Quelle: MDR/bj/epd

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 21. Juni 2021 | 18:00 Uhr

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