Weltblutspendetag DRK warnt vor Engpässen bei Blutkonserven in Sachsen

Mit dem Weltblutspendetag soll alljährlich das Bewusstsein für den Bedarf an Blut und Blutprodukten gestärkt werden. Am 14. Juni 2021 ist es wieder soweit. Bundesweit ruft die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gemeinsam mit Blutspendeeinrichtungen dazu auf, Blut und Plasma zu spenden. Unter dem Motto "Give blood and keep the world beating / Spende Blut und halte die Welt am Laufen" wird um möglichst viele Spender geworben. Und das ist wohl dringend nötig, denn Blutkonserven werden knapp. In Sachsen ist die Versorgungslage laut DRK-Blutspendedienst Nord-Ost sogar kritisch.

Blutkonserven in einem Tragekorb aus Plastik
Am 14. Juni ist Weltblutspendetag. Das DRK ruft auf, Blut zu spenden, denn in Sachsen werden die Konserven knapp. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat für Sachsen vor Engpässen bei der Versorgung mit Blutkonserven gewarnt. Man sei in Sachsen in einer angespannten, fast kritischen Versorgungssituation, sagte Kerstin Schweiger vom DRK-Blutspendedienst Nord-Ost.

Corona-Lockerungen versus Spendenbereitschaft

Grund für die zurückgegangenen Spenden seien die Lockerungen bei den Corona-Regeln. "Man sieht deutlich, dass die Spender jetzt andere Prioritäten bei ihrer Freizeitgestaltung setzen", sagte Schweiger. Zeitgleich bestellten die Krankenhäuser mehr Blutprodukte.

Wir kennen das aus dem vergangenen Jahr. Da ist der Bedarf nach den ersten Lockerungen innerhalb weniger Tage sprunghaft um teilweise bis zu 30 Prozent gestiegen.

Kerstin Schweiger DRK-Blutspendedienst Nord-Ost

Die Kliniken würden jetzt teilweise lange aufgeschobene Operationen nachholen. Besonders bei Operationen zum Gelenkaustausch, Organtransplantationen und für Krebspatienten werden laut Schweiger Blutprodukte benötigt.

Sommer steht vor der Tür

Der Blutspendedienst blickt schon jetzt mit Sorge auf die Sommermonate. In der warmen Jahreszeit sei die Spendenbereitschaft traditionell geringer, so Schweiger. "Hinzu kommt die Problematik der Reiserückkehrer. Menschen aus den vom RKI ausgewiesenen Risikogebieten dürfen 14 Tage lang nicht spenden." Schweiger hofft, dass möglichst viele Sachsen noch vor ihrem Urlaub Blut spenden, um die Versorgung kranker Menschen in ihrer Region sicherzustellen.

Der Blutspendedienst Nord-Ost ist neben Sachsen auch für Schleswig-Holstein, Hamburg, Berlin und Brandenburg zuständig.

Quelle: MDR/bb

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 13. Juni 2021 | 12:00 Uhr

3 Kommentare

wer auch immer vor 18 Wochen

Jedes Jahr das gejammere auf hohen Niveau.
Wenn nichts da ist an Blutkonserven sollte dafür Geld gezahlt werden. Für Geld ist fast Alles möglich.

Germinator aus dem schoenen Erzgebirge vor 18 Wochen

Bei Ausgangssperren, kann man auch nicht mal eben zur Blutspende.

Bei uns die hatten zu machen müssen.

placebo vor 19 Wochen

Man sollte hier nicht rumjammern ... sondern (endlich) ein Bonussystem für Blut- und Plasmaspender einrichten. Möglichkeiten gibt es viele.

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