Centrum-Warenhäuser Die sozialistischen Shopping-Tempel der DDR

Konsum Warenhaus am Brühl, die Blechbüchse in Leipzig. Aufgenommen am 01.06.1990
Die "Blechbüchse" am Brühl in Leipzig war ein "konsument"-Warenhaus. Die andere große Kette in der DDR hieß "Centrum", insgesamt 14 dieser Warenhäuser gab es. Aus der Leipziger Blechbüchse sind inzwischen die "Höfe am Brühl" geworden. Bildrechte: imago/Detlev Konnerth

Der Einzelhandel ist in der DDR ein ewiges Sorgenkind gewesen. Die Centrum-Warenhäuser sollten mit internationalen Standards mithalten und taten es vielerorts auch. So beispielsweise in Leipzig und Chemnitz. In Leipzig befand sich auch der Sitz der 1965 gegründeten "Vereinigung Volkseigener Warenhäuser Centrum". Damit sollte der Einzelhandel besser organisiert und koordiniert werden. Die 14 Centrum-Warenhäuser sollten das Aushängeschild des Handels in der DDR sein. Doch der Mangel machte auch vor ihnen nicht halt. 

Die Geschichte der Warenhäuser endete am 5. März 1991. Durch eine Entscheidung der Treuhandanstalt wurden die sozialistischen Shopping-Tempel unter den westdeutschen Kaufhausketten Hertie, Karstadt und Kaufhof aufgeteilt.

Quelle: MDR/mar

Dieses Thema im Programm bei MDR FERNSEHEN Der Osten - Entdecke wo du lebst | 13.11.2019 | 02:35 Uhr

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