Handball EHV Aue-Trainer Swat spricht über seine schwere Covid-Erkrankung

Stephan Swat
Vor der Erkrankung brachte Stephan Swat 24 Kilogramm mehr auf die Waage. Bildrechte: imago images/Hartmut Bösener

Stephan Swat, Cheftrainer des Handball-Zweitligisten EHV Aue, hat eine schwere Covid-Erkrankung überstanden. Der 44-Jährige musste in ein künstliches Koma versetzt werden und verbrachte rund sieben Wochen auf der Intensivstation. Nun befindet sich der zweifache Familienvater in einer Reha-Klinik. Dass er einen so schweren Infektionsverlauf haben würde, hätte er nie gedacht.

Ohne den Optimismus und ohne meine Familie hätte ich es wahrscheinlich nicht geschafft. Meine Überlebenschancen waren unter 20 Prozent, wie ich im Nachhinein erfahren habe.

Stephan Swat Cheftrainer EHV Aue

Zwölf Tage Koma

Am 22. November 2020 wurde Swat positiv auf das Corona-Virus getestet und kam in Quarantäne. Obwohl er unter ständiger Beobachtung von Ärzten stand, musste er zwei Tage später ins Auer Helios-Klinikum eingeliefert werden. Sein Zustand verschlechterte sich zusehends. Er kam auf die Intensivstation und musste schließlich für zwölf Tage in ein künstliches Koma versetzt werden. Nach 47 Tagen auf der Intensivstation beginnt für Stephan Swat nun der mühsame Weg zurück ins Leben. Die Nerven im rechten Arm sind geschädigt. Seine Lunge erholt sich nur langsam.

"Chancen stehen gut"

Aber es gehe aufwärts, sagt Per Schüller, sein behandelnder Arzt in der Reha-Klinik Flechtingen: "Die Lungenfunktion hat sich massiv verbessert. Auch seine Symptome im rechten Arm entwickeln sich sehr positiv." Er ist optimistisch, dass sich Stephan Swat weitgehend erholen könnte. Aber es braucht Zeit.

Quelle: MDR/lt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 27.03.2021 | 19 Uhr

5 Kommentare

AlexLeipzig vor 35 Wochen

Das denken bestimmt Viele im Alter von 44. Und leider irren sich auch Viele... Von daher finde ich es aber gut und wichtig, daß Herr Swat seine Geschichte erzählt!

Mustermann vor 35 Wochen

Dann hoff ich doch, dass sich das möglichst viele aus dem Bereich Profisport ansehen und endlich zur Einsicht gelangen, dass der/die/das Virus keinen Halt vor selbigem macht - trotz der besten Hygienekonzepte! Von der Vorbildwirkung und Zeichensetzung der Profisportler (der/die/das) ganz zu schweigen.

AlexLeipzig vor 35 Wochen

Gute Besserung Herr Swat! Danke für den Einblick in ein persönliches Schicksal. Und gleichzeitig demonstrieren und leugnen wieder Hunderte in der Region, wo Herr Swat lebt... Es ist beschämend, wie sich Manche verhalten. Und ich staune, daß die "üblichen Verdächtigen" hier noch keinen Kommentar hinterlassen haben, wo doch ansonsten jede Schutzmaßnahme als Angriff auf die persönliche Freiheit verstanden und umgehend kommentiert wird!

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