Mariä Lichtmess Licht aus: Erzgebirge feiert Ende der Weihnachtszeit digital

Das Ende der Weihnachtszeit definiert jeder anders: Für den einen ist gleich nach dem 2. Feiertag Schluss, für den anderen nach Silvester oder am Dreikönigstag am 6. Januar. Nicht so im Erzgebirge - hier endet die Weihnachtszeit traditionell am 2. Februar zu Mariä Lichtmess. Normalerweise wird das groß gefeiert. In diesem Jahr wird es aufgrund der Corona-Pandemie in den digitalen Raum verlagert.

Eine brennende Kerze.
Bildrechte: dpa

Mit dem christlichen Festtag "Mariä Lichtmess" endet am Dienstag auch für viele Menschen im Erzgebirge traditionell die Weihnachtszeit. Wegen der Corona-Pandemie haben zahlreiche Orte den feierlichen Ausklang ins Internet verlegt.

Die Zwönitzer Lichtmess

So wird auch in Zwönitz das Ausschalten der Lichter im Livestream gezeigt. Weil Zwönitz Tradition und Brauchtum wichtig sind, hat die Stadt sich etwas einfallen lassen. So wird der Nachtwächter ab 17:45 Uhr die Gäste am Bildschirm noch einmal auf einen kleinen Rundgang über den festlich geschmückten Markt mitnehmen. Schlag 18:00 Uhr endet die Weihnachtszeit dann mit dem Ruf des Bürgermeisters "Licht aus!". Der große Tannenbaum verliert seinen Lichterglanz und die Pyramide wird angehalten. Selbst auf das traditionelle Essen, Bratwurst und Hirsebrei, muss niemand verzichten. Zwönitzer Gastronomen halten dies nach Vorbestellung zur Abholung bereit.

Olbernhau und Rechenberg-Bienenmühle

Auch die Stadt Olbernhau setzt in diesem Jahr auf eine digitale Veranstaltung. Punkt 18 Uhr wird auf das Kommando "Licht aus!" die Beleuchtung von Innenstadt, Markt und Rittergut sowie der Stadtkirche abgeschaltet. Mit dabei ist neben einem Stadtführer und Bürgermeister Heinz-Peter Haustein auch das Trompeten-Duo der Stadtverwaltung Olbernhau. In Rechenberg-Bienenmühle wird der Bürgermeister Michael Funke genau um 18.10 Uhr das Weihnachtslicht vor dem Rathaus ausschalten und das Ereignis per Livestream in die Wohnzimmer der Region übertragen.

In Langenberg bleibt das Licht an

Als Zeichen der Hoffnung im Lockdown will Langenberg, Ortsteil von Raschau Markersbach, den großen Schwibbogen weiter leuchten lassen. "Wir haben einfach gesagt, Corona ist nach wie vor da und wir setzen damit ein Zeichen der Hoffnung, ein Zeichen des Zusammenhalts der Erzgebirger", erzählt Reiner Schreier, Vorsitzender des Ortsvereines Langenberg. Eine ähnliche Aktion hatte es bereits im ersten Lockdown im März 2019 gegeben.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 02.02.2021 | 07:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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