Schulschließungen Eltern demonstrieren vor Landratsamt in Annaberg-Buchholz

Eine Menschenmenge mit Kindern und Erwachsenen steht auf dem Hof eines Verwaltungsgebäudes.
Die Eltern und Kinder forderten vor dem Landratsamt des Erzgebigskreises eine sofortige Öffnung der Schulen. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

Am Montagmorgen haben etwa 300 Menschen den Zugang zum Landratsamt des Erzgebirgskreises in Annaberg-Buchholz blockiert. Zu dem Protest war vorher in sozialen Medien aufgerufen worden. Die Eltern und Kinder protestierten nach Reporterangaben lautstark gegen die verfügte Schließung der Schulen im Landkreis. Nach ihrer Auffassung sei die Entscheidung dazu zu kurzfristig gefallen. Viele ängstigen sich zudem, ihre Kinder könnten den Anschluss verlieren. Andere sehen das Recht auf Bildung untergraben.

Die Teilnehmer forderten die sofortige Öffnung der Schulen. Gleichzeitig wollten sie eine Stellungnahme von Landrat Frank Vogel erreichen. Auf die Forderung, mit den Demonstranten zu reden, reagierte der Landrat jedoch nicht.

Die Polizei war vor Ort, schritt aber nicht ein. Obwohl die Versammlung nicht genehmigt gewesen sei, hätte es dafür keine Notwendigkeit gegeben, sagte ein Sprecher der Polizei MDR SACHSEN. Die Demonstranten hätten die Abstandsregeln weitgehend eingehalten und auch Mund-Nasen-Schutz getragen. Nach einer Stunde war die Protestversammlung beendet. Zu Zwischenfällen kam es nicht.

Proteste auch in anderen Städten

Nach den angeordneten Schulschließungen in den Landkreisen Meißen, Nordsachsen, Zwickau und dem Erzgebirgskreis gab es auch in anderen Städten stillen Protest. Vor zahlreichen Rathäusern legten Eltern Kinderschuhe und Transparente mit ihren Forderungen ab.

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 22.03.2021 | 14:30 Uhr im Regionalreport aus dem Studio Chemnitz

74 Kommentare

DER Beobachter vor 12 Wochen

Ja, betrifft uns auch. Schade. Um so schlimmer, wenn Leute der Leer- und Quarkdenkerbewegung so nachhecheln, weil sie die Situation und ihren Missbrauch durch dieselbe nicht begreifen können oder wollen...

DER Beobachter vor 12 Wochen

"dass die Eltern und Grosseltern dies notfalls in Kauf nehmen würden, um die Kinder zu schützen ist ein genetischer Urinstinkt." Normalerweise ja. Und der wird gerade von den Anführern der "Querdenker"-Bewegung systematisch instrumentalisiert. sei es durch die Minderheitendemos ausgerechnet im Erzgebirgskreis, sei es, dass man sein weinendes Kind zu anderen "Querdenker"-Demos mitschleppt und vor behelmt sein müssende Polizisten stellt, um systematisch unser Demonstrationsrecht und Polizeimassnahmen zu unterwandern. Ich bin übrigens Vater von zwei mittlerweile volljährigen bzw. fast volljährigen Kindern und für uns war es immer urinstinktiv klar, dass wir genau das nicht tun, unsere Kinder auf mglw. gefährliche oder missbrauchbare Demos mitzunehmen und es ihnen mit so 16 zuzubilligen, an Demos teilzunehmen.

DER Beobachter vor 12 Wochen

Ach Altmeister, es ist in manchen Gegenden Sachsens und Mitteldeutschlands mittlerweile nicht nur sehr unangenehm, sondern sogar gefährlich geworden, mit Rücksicht auf unsere Kinder und die Coronabewältigung Anhänger der Leerdenkerbewegung zur simplen Einhaltung der AHA-regeln einfach nur zu bitten. Und das wissen Sie, es sei denn, Sie leben echt in einer Parallelwelt!

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