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Projekt "Relynx Sachsen"Dritter Luchs im Erzgebirge ausgewildert

01. April 2024, 07:00 Uhr

Nachdem bereits Anfang vergangener Woche die Luchse "Juno" und "Nova" ausgewildert wurden, erkundet ein weiterer Luchs sein neues Revier. Wie das Landesumweltamt mitteilte, handelt es sich um ein Weibchen aus der Schweiz, das seit Donnerstagabend durch den Eibenstocker Forst streift. Bereits am 18. März waren dort der weibliche Luchs "Nova" und das Männchen "Juno" ausgesetzt worden.

Luchsdame "Nova" stürmte vergangene Woche regelrecht aus der Transportbox, um ihr neues Revier in Eibenstocker Forst zu erkunden. (Archivbild) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Für die wissenschaftliche Begleitung sind alle drei Raubtiere mit GPS-Sendern an Halsbändern ausgestattet. Die ersten Daten hätten ergeben, dass "Nova" in den vergangenen Tagen bereits aktiv den Lebensraum erkundet habe, sagt Ulrich Zöphel vom Landesamt für Umwelt und Geologie. Männchen "Juno" sei noch zurückhaltender: "Das Männchen muss eben erst noch lernen, auch lebende Beute zu reißen."

Nachwuchs im kommenden Jahr zu erwarten

Zöphel rechnet mit Nachwuchs bei den Luchsen erst im nächsten Jahr. Die Raubtiere gehören zu einem Projekt, mit dem die größte wild lebende Katzenart Europas im Erzgebirge und eventuell auch in der Sächsischen Schweiz wieder angesiedelt werden soll. Bis Ende 2027 sollen es rund 20 Luchse sein.

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MDR (phb/sus)

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 29. März 2024 | 13:00 Uhr