Gussteilehersteller Eisenwerk Erzgebirge in Schönheide ist insolvent

Ein Stempel mit der Aufschrift Insolvenz liegt auf Unterlagen.
Der Gussteilehersteller Eisenwerk Erzgebirge in Schönheide hat Insolvenz beantragt. (Symbolbild) Bildrechte: Colourbox

Das Eisenwerk Erzgebirge, vormals ES Automobilguss, im erzgebirgischen Schönheide hat zum 1. Juli Insolvenz beantragt. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Dirk Herzig mitteilte, wird der Geschäftsbetrieb fortgesetzt. Die Löhne und Gehälter der 91 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen seien zunächst über das Insolvenzgeld abgesichert. In den kommenden Wochen will sich Herzig einen Überblick über die wirtschaftliche Lage des traditionsreichen Gießereiunternehmens verschaffen.

Insolvenzverwalter: Umsatzeinbruch um zwei Drittel

Die Gründe für die finanziellen Schwierigkeiten reichen einige Jahre zurück. Da verlor der Gussteilehersteller nach einem Lieferboykott der Preventgruppe den Großkunden Volkswagen. Das geht aus der Insolvenzbekanntmachung hervor. 2020 kündigte auch Renault die Verträge. Damit brachen die Umsätze um zwei Drittel ein. Die Folge war der Abbau von Arbeitsplätzen. Neue Aufträge aus Landwirtschaft und Bauindustrie konnten den Verlust, der durch die Autokonzerne entstand, nicht ausgleichen.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 05. Juli 2021 | 12:30 Uhr

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