Nahverkehr Neustart für Bahnstrecke Chemnitz-Aue

Nach mehrjähriger Pause fahren seit Sonnabendmorgen wieder Züge zwischen Chemnitz und Aue. Die Strecke ist Bestandteil des regionalen Ausbaus der Bahnstrecken nach dem sogenannten Chemnitzer Modell. Es verbindet Straßenbahn- und Eisenbahngleise.

Eine rot-weiß-grüne Straßenbahn steht an einem Bahnsteig. Unterhalb der Frontscheibe der Bahn ist ein Blumengesteck befestigt.
Das Chemnitzer Modell verbindet Straßenbahn- und Eisenbahngleise. Bildrechte: Erz-Foto/Georg Ulrich Dostmann

Die Bahnverbindung zwischen Chemnitz und Aue ist nach dem Umbau der Strecke am Sonnabend wieder eröffnet worden. Die neue Verbindung, die von Burgstädt über Chemnitz nach Aue reicht, wird laut Verkehrsverbund Mittelsachsen im Einstundentakt bedient. Unterwegs finden sich Stationen wie zum Beispiel Einsiedel, Burkhardtsdorf, Thalheim oder auch Zwönitz. Letzterer Ort hat den Start der Bahnverbindung zum Anlass genommen, um das sogenannte Erzmobil in Betrieb zu nehmen. Dabei handelt es sich um einen Elektrobus, der auf Abruf verkehrt.

Umbau der Bahnstrecke kostet 80 Millionen Euro

Der Aus- und Umbau der Bahnstrecke zwischen Chemnitz und Aue hat den Angaben zufolge rund zwei Jahre gedauert. Sieben Brücken mussten neu errichtet werden. Außerdem sind mehrere neue Haltepunkte entlang der Linie hinzugekommen. Die Gesamtkosten für den Ausbau der zweiten Stufe des Chemnitzer Modells liegen bei rund 80 Millionen Euro, teilte der Verkehrsverbund mit.

Glauchau und Limbach-Oberfrohna sollen folgen

Ziel ist es, täglich rund 5.000 bis 6.000 Menschen auf dieser Strecke zu befördern. Das Chemnitzer Modell verknüpft Straßenbahn- und Eisenbahngleise und soll den Fahrgästen umsteigefreie Verbindungen zwischen der Chemnitzer Innenstadt und dem Umland bieten. Weitere Ausbaustufen sind bereits in Planung. Bis 2026 soll die Bahn von Chemnitz bis nach Glauchau rollen, Anfang der 2030er Jahre soll Limbach-Oberfrohna eingebunden werden.

MDR(sth/Monika Di Carlo)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 29. Januar 2022 | 19:00 Uhr

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