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Tourismus

Oberwiesenthal und Augustusburg werden Modellstädte für Öffnung

Stand: 03. März 2021, 20:13 Uhr

In der neuen Coronaschutz-Verordnung für Sachsen sollen Augustusburg und Oberwiesenthal als Modellstädte für vorsichtige Öffnungsschritte im Tourismus festgelegt werden. Das kündigte die zuständige Ministerin Barbara Klepsch (CDU) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz anlässlich der Internationalen Tourismusbörse (ITB) an. Wie Klepsch weiter sagte, werden auch in Chemnitz und Dresden Konzepte erarbeitet, die eine schrittweise Öffnung von Kultur- und Freizeitstätten ermöglichen sollen. Gebraucht würden Öffnungsstrategien, die sowohl das jeweilige Infektionsgeschehen in den Blick nehmen als auch die Fortschritte bei Impfungen, bei Tests und weiteren Hygienemaßnahmen beachteten. Es werde vor allem darum gehen, sichere Kontakte zu ermöglichen.

Sachsen wird auf der digitalen Reisemesse vom 9. bis 12. März als offizielles Kulturreiseziel auftreten. "Die Präsenz Sachsens auf der ITB ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zum touristischen Neustart Sachsens, um nach dem Lockdown den Tourismus schnell wieder anzukurbeln und Sachsen verstärkt in Deutschland und in der Welt als attraktives Reiseziel zu positionieren", sagte Klepsch. An virtuellen Messeständen wolle Sachsen nicht nur die großen Städte Dresden, Leipzig und Chemnitz präsentieren, sondern zum Beispiel auch Torgau, Meißen, Freiberg sowie die Regionen Sächsische Schweiz, das Erzgebirge und die Oberlausitz. Angeboten werden im Netz unter anderem Vorträge, Talkrunden und Konferenzen. 2022 soll Sachsen offizielles Gastland der ITB werden. Klepsch nannte kein konkretes Öffnungsdatum für Kultur- und Tourismuseinrichtungen.

Veronika Hiebl, Geschäftsführerin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS), erwartet, dass der Trend zum Urlaub in Deutschland auch in diesem Jahr anhält. "Das ist ein hart umkämpfter Markt, auf dem sich Sachsen behaupten muss", sagte sie. In diesem Zusammenhang nehme die TMGS vor allem den Ausbau der Möglichkeiten zur Online-Buchungen für kleinere Betriebe im ländlichen Raum in den Fokus. Die Sichtbarkeit der Unterkünfte auf dem Onlinereisemarkt sei eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Vermarktung.

35 Prozent weniger Übernachtungen im Corona-Jahr 2020

Im Corona-Jahr 2020 wurden in Sachsen rund 4,8 Millionen weniger Touristen und etwa 13,5 Millionen weniger Übernachtungen verzeichnet. Das bedeutet 43 Prozent weniger Ankünfte von Gästen und 35 Prozent weniger Übernachtungen als 2019. In dem für Sachsen so wichtigen Weihnachtsmonat Dezember ergab sich Klepsch zufolge ein Minus von mehr als 90 Prozent.

Quelle: MDR/dpa/kt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSENMDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 03.03.2021 | ab 16:00 Uhr in den Nachrichten

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