Zugunglück Polizei schließt Ermittlungen nach Zugunglück im Erzgebirge ab

Vor einem knappen Jahr knallten zwei Triebwagen zwischen Johanngeorgenstadt und Karlsbad frontal aufeinander - zwei Menschen starben. Jetzt sind die Ermittlungen zur Unfallursache abgeschlossen.

Knapp ein Jahr nach einem schweren Zugunglück im Erzgebirge hat die tschechische Polizei ihre Ermittlungen abgeschlossen. Sie beschuldigt einen der beiden Triebfahrzeugführer, sich nicht an die Betriebsvorschriften gehalten zu haben. Der 28-Jährige habe seine Abfahrt nicht gemeldet und die Vorbeifahrt des entgegenkommenden Zuges nicht abgewartet, teilte eine Polizeisprecherin am Mittwoch mit.

Ein Deutscher ums Leben gekommen

Bei der Kollision waren zwei Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Deutscher. Bei der Person handelte es sich nach damaligen Informationen des sächsischen Innenministeriums um einen 49 Jahre alten Mann aus dem Erzgebirge. Zudem gab es neun Schwer- und 15 Leichtverletzte. Bei einer Verurteilung drohen dem Eisenbahner den Angaben zufolge bis zu zehn Jahre Haft. Der Vorwurf lautet auf fahrlässige Gefährdung der Allgemeinheit. Zu dem gleichen Schluss war bereits die staatliche Eisenbahninspektion gekommen. Sie rügte indes auch die mangelnde technische Absicherung der Strecke und empfahl Nachbesserungen.

Die beiden Triebwagenzüge waren am 7. Juli 2020 auf eingleisiger Strecke zwischen Karlsbad (Karlovy Vary) und Johanngeorgenstadt bei dem Dorf Pernink frontal zusammengestoßen. Der Sachschaden belief sich auf rund eine Million Euro.

Quelle: MDR/dpa/kt

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