500. Geburtstag Sonderbriefmarke zum Stadtjubiläum von Marienberg nach zwei Stunden ausverkauft

Auf den Tag genau vor 500 Jahren wurde die Bergstadt Marienberg gegründet. Eine Gründungsurkunde, datiert auf den 27. April 1521 und ausgestellt von Herzog Heinrich dem Frommen, beweist das genaue Alter der Stadt. Ein halbes Jahrtausend später wäre in Marienberg dieser Geburtstag gebührend gefeiert worden. Coronabedingt ersetzen nun viele kleine Höhepunkte das große Fest.

Ein Briefmarke mit Bildmotiv: Blick auf den symetrisch angelegten Markt von Marienberg.
Ein ungewöhnlicher Blick auf den Markt der Bergstadt Marienberg ziert eine der beiden Sonderbriefmarken zum 500. Geburtstag. Bildrechte: Große Kreisstadt Marienberg

Die kleinste, aber sehr begehrte Erinnerung an den 500. Geburtstag der Bergstadt Marienberg im Erzgebirge sind zwei Sonderbriefmarken, die am Dienstag herausgekommen sind. Die beiden Briefmarken, die als Set in limitierter Auflage von 500 Exemplaren herausgegeben wurden, waren bereits nach zwei Stunden vergriffen.

Die Idee zu den Jubiläumsmarken hatte Andreas Hahn, Vorstand der SachsenMedia eG aus Marienberg. "Wir hatten eine stilisierte Briefmarke der Bergstadt Marienberg bereits auf Kalendern, die wir in den vergangenen Jahren produziert haben. Und immer wieder kamen Anfragen nach einer 'echten' Briefmarke." Daraufhin habe er beschlossen, anlässlich des Stadtjubiläums eine limitierte Briefmarke herauszugeben. "Allerdings habe ich nicht damit gerechnet, dass die Nachfrage so groß sein wird", sagt Hahn. "Wir hatten sogar Anfragen von Philatelisten aus Hamburg."

Ein Briefmarke mit Bildmotiv: Draufsicht auf den symetrisch angelegten Markt von Marienberg.
Das Motiv der zweiten Sonderbriefmarke zeigt die symmetrische Stadtanlage von Marienberg um den quadratischen Marktplatz. Bildrechte: Große Kreisstadt Marienberg

Gründung der Stadt Marienberg Die Gründung der Stadt Marienberg geht wie die der anderen Bergstädte Freiberg, Annaberg und Schneeberg auf den Silberbergbau zurück. Bereits im Jahr 1519 fand ein Mann namens Clemens Schiffel nahe Wüstenschletta, heute ein Ortsteil von Marienberg, das begehrte Edelmetall. Das große "Bergkgeschrey" lockte Bergleute und Glückssucher an, die sich notdürftig ansiedelten. Um sie in einer städtischen Gemeinschaft zusammenzuführen, ließ Herzog Heinrich der Fromme am 27. April 1521 die Gründungsurkunde zum Bau der neuen Bergstadt ausfertigen und gab ihr den Namen Marienberg mit dem Wunsch, dass die Stadt unter dem Schutz der Mutter Maria wachse, blühe und gedeihe. Der regelmäßig angelegte Stadtgrundriss, der nach Plänen von Ulrich Rülein von Calw entstand, gibt der Stadt einen unverwechselbaren Charakter. Damit ist Marienberg ist die früheste bis heute erhaltene Idealstadtanlage nach dem Vorbild der italienischen Renaissance nördlich der Alpen. Quelle: Stadt Marienberg

Sonderstempel bleibt noch in Marienberg

Für alle, die keine der begehrten Marken mehr erhalten haben, hat Andreas Hahn noch einen Trost. "Es gibt hier in der Postfiliale noch einen Sonderstempel zum 500. Geburtstag. Damit kann man noch bis Freitag seine Briefe stempeln lassen." Danach ist auch der Stempel Geschichte und reif fürs Museum. "Er wird ins Postmuseum nach Berlin geschickt."

Ein Poststempel-Motiv: Zwei Bergleute halten das Stadtwappen von Marienberg.
Mit diesem Sonderstempel kann man bis zum 30. April 2021 noch Briefe in Marienberg auf die Reise schicken. Bildrechte: Große Kreisstadt Marienberg

Fortsetzung folgt?

Andreas Hahn denkt schon vorsichtig über eine Fortsetzung nach. "Nachdem die Aktion mit den Sondermarken für so viel Interesse gesorgt hat, kann ich mir schon vorstellen, etwas derartiges noch einmal aufzulegen." Er sei mit der Stadt im Gespräch, aber konkrete Verabredungen gebe es noch nicht. "Dazu muss es wieder einen entsprechenden Anlass geben", sagt er abschließend.

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 27. April 2021 | 09:30 Uhr

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