Ausbildung Woche der Offenen Unternehmen in Sachsen gestartet

Für viele junge Menschen ist die Entscheidung, welcher Beruf zu ihnen passt, schwierig. Umso wichtiger ist es deshalb, sich rechtzeitig mit der späteren Berufswahl auseinanderzusetzen, sagen die Experten. Im Erzgebirgskreis hat am Montag zum 19. Mal die Woche der offenen Unternehmen begonnen. Mehr als 3.000 Schülerinnen und Schüler haben sich dafür angemeldet. Sie wollen vor Ort Betriebe und Ausbildungsberufe kennenlernen.

Ein Junge hinter dem Lenkrad eines Busses
Bei der Woche der offenen Unternehmen konnten die Schüler und Schülerinen beim RVE hinter dem Lenkrad eines Busses Platz nehmen. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

Am Montag öffnete das Busunternehmen Regionalverkehr Erzgebirge (RVE) im Rahmen der Woche der offenen Unternehmen seine Türen für Schüler und Schülerinnen. "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es sehr gut ankommt", sagt Nadja Schröder, die im Personalbereich von RVE tätig ist. Seit zehn Jahren ist das Unternehmen schon bei der Berufsorientierungswoche des Erzgebirgskreises mit dabei.

Während es für die Ausbildungsplätze im kaufmännischen und Kfz-Bereich gute Resonanz gebe, habe man im Busbereich noch Nachholbedarf, so Schröder. "Wir haben noch nicht alle Ausbildungsplätze besetzt und haben dort noch drei Ausbildungsplätze zur Verfügung für dieses Jahr." Ein Pkw-Führerschein sollte für den Start der Ausbildung schon vorhanden sein. "Der Busbereich ist immer der Bereich, der uns Sorgen bereitet", sagt Schröder "Einfach auch im Hinblick auf die Zukunft, weil wir viele Busfahrerkollegen brauchen und dort natürlich den Nachwuchs im eigenen Unternehmen ausbilden möchten."

Menschen in einer großen Busgarage
Beim Busunternehmen RVE konnten sich die Schüler und Schülerinnen direkt vor Ort einen Eindruck von einem künftigen Ausbildungsplatz machen. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

Berufswunsch: Busfahrer

Clemens Förster möchte Busfahrer werden und nutzt daher die Gelegenheit, sich alles aus der Nähe anzuschauen. "Ich mag die großen Maschinen", erzählt er. "Man ist mit Leuten zusammen und schafft was." Über Busvideos habe er den Berufswunsch entdeckt. Auch Fabian Weber träumt davon, Busse zu fahren. Er probiert sich bereits bei einem Computerspiel als Busfahrer aus. "Es ist ein schöner Beruf", sagt er.

"Mit allen Sinnen mal ein Unternehmen zu erleben, ist viel besser, als einen Vortrag über einen Beruf zu erhalten", sagt Matthias Lißke von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge. Der direkte Kontakt vor Ort und ein eventuell anschließendes Praktikum würde auch dabei helfen, die hohe Abbrecherquote bei Lehrstellen von 25 Prozent zu reduzieren. "Man hat sich dann bewusst entschieden, das will ich machen. Das habe ich mir rausgesucht, da habe ich Fähigkeiten", so Lißke.

Noch freie Termine in Mittelsachsen

Auch der Landkreis Mittelsachsen bietet in dieser Woche Präsenzveranstaltungen zur Berufsorientierung an. 191 Unternehmen öffnen ihre Türen. Doch die Zahl der Interessenten könnte größer sein, so Andre Kaiser, Pressesprecher des Landratsamtes Mittelsachsen. "Durch Corona ist die Beruforientierung ja ein bisschen ins Stocken geraten und deswegen ist es natürlich schön, das durchzuführen", sagt er. Für einzelne Veranstaltungen sind auch jetzt noch Anmeldungen möglich.

Quelle: MDR/al/maw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 21. Juni 2021 | 12:30 Uhr

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