Verkehr Schwerlasttransporter blockieren Ausfahrt der A4 bei Chemnitz

Die A4-Abfahrt Chemnitz-Mitte in Fahrtrichtung Erfurt wird seit heute Morgen von Schwerlasttransportern blockiert. Die drei Fahrzeuge kommen nicht um die Kurve. Für eine Weiterfahrt muss der Bereich umgebaut werden. Bis voraussichtlich 22 Uhr dauern die Arbeiten.

Schwerlasttransporter stecken in Autobahnausfahrt fest
Die drei Schwerlasttransporter kommen nicht um die Kurve und stecken fest. Richtung Röhrsdorf kommen Autofahrer nicht weiter, sie müssen sich Richtung Erfurt eine andere Abfahrt suchen. Die Polizei hofft gegen 22 Uhr die Sperrung aufheben zu können. Bildrechte: Audiovision Chemnitz

Auf der Autobahn 4 am Kreuz Chemnitz blockieren seit Montagmorgen drei Schwertransporter die Abfahrt Chemnitz-Mitte. Die Lkw haben Rotorblätter für Windkraftanlagen geladen und kommen nicht um die Kurve. Sie stecken in Fahrtrichtung Erfurt fest. Die Autobahn in Richtung Chemnitzer Stadtzentrum ist an der Abfahrt Mitte weiter frei, allerdings ist Richtung Röhrsdorf alles dicht.

Autobahnabfahrt nach Röhrsdorf gesperrt
Verkehrseinschränkungen wird es durch die Schwerlasttransporte noch bis Ende Juli geben. Betroffen sind die B171 und B174 rund um Marienberg sowie das Chemnitzer Stadtgebiet. Bildrechte: Audiovision Chemnitz

Verkehrsbehinderungen bis zum späten Abend

Nach Polizeiangaben muss die Ausfahrt nun baulich verändert werden. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis 22 Uhr dauern. Andere Fahrzeuge, die von der Autobahn in Richtung Röhrsdorf abfahren wollen, müssen bis dahin eine andere Ausfahrt nehmen.

Verkehrseinschränkungen wird es durch die Schwerlasttransporte noch bis Ende Juli geben. Betroffen sind die B171 und B174 rund um Marienberg sowie das Chemnitzer Stadtgebiet. Grund ist die Erweiterung des Windparks Saidenberg um drei weitere Windkraftanlagen.

Symbolbild: Windkraftanlage in der Dämmerung
Drei neue Windkraftanlagen sollen im Windpark Saidenberg dazukommen. Der Transport der Teile wird nicht nur nachts, sondern auch am Tag erfolgen. Bildrechte: IMAGO/U. J. Alexander

Die Schwerlasttransporte werden nicht nur in der Nacht, sondern auch tagsüber fahren. Sie sind teilweise im Schritttempo unterwegs, um die 90 Meter langen Flügel zu transportieren.


Erweiterung des Windparks sorgt für Ärger

Für die Vergrößerung des Saidenberger Windparks sollen drei neue 200 Meter hohe Windräder mit 90 Meter langen Rotorblättern aufgebaut werden. Der Transport der riesigen Teile sorgt im Dorfchemnitzer Ortsteil Voigtsdorf für Ärger. Dort müssen mindestens acht Bäume gefällt werden, damit die großen, tonnenschweren Fahrzeuge durchkommen. Ein Grundstückseigentümer will die vom Landratsamt Mittelsachsen genehmigten Fällungen verhindern.

MDR (dst)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten Studio Chemnitz | 18. Juli 2022 | 11:30 Uhr

7 Kommentare

mattotaupa vor 20 Wochen

was kann das windrad für die fehlende vorbereitung der beauftragten speditionsfirma? wenn der postbote den tranporter in den graben fährt, ist doch auch nicht das paket oder die kartonindustrie schuld.

Steffen Kayser vor 20 Wochen

Da haben wir es wieder. Windpark bei mir ? Nur über meine Leiche. Das fällen der Bäume wird hier als Verhinderungsargument benutzt. Einen Prozess sollte der Kläger bezahlen. Nicht der Steuerzahler.

Reiner202 vor 20 Wochen

Normalerweise wird so ein Transport vorher geplant, hier scheint aber jemand geschlafen zu haben. Also, : Schlechte Planung ,schlechte Vorbereitung ,Verkehr behindert, bitte zur Kasse bitten.

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